Jetzt Neubau auf dem Königsplatz

Overmeyer-Gebäude: Nun geht’s an den Abriss

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Vor dem Abriss: Das alte Overmeyer-Gebäude wird durch einen Neubau für den Sport- und Freitzeitausstatter Sport-Scheck ersetzt.

Kassel. Die Tage des ehemaligen Overmeyer-Hauses am Königsplatz sind gezählt: Mit dem Ende der documenta beginnen die Vorbereitungen für den Abriss. Die Braunschweiger Kanada Bau errichtet an seiner Stelle ein 15 Millionen Euro teures Geschäftshaus.

In dieses wird der Sport- und Freizeitausrüster Sport-Scheck als Hauptmieter einziehen.

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Die Übergabe ist für Januar 2014 geplant. Sport-Scheck wird 2000 Quadratmeter in dem Neubau belegen, weitere 1200 Quadratmeter sind für Büros vorgesehen. Auf einer kleineren Fläche im Erdgeschoss wird ein Telefonanbieter einziehen. Ab kommender Woche wird das Gebäude aus den 1960er-Jahren aber erst einmal eingerüstet, weil zunächst die Dach- und Fassadenplatten entfernt werden. Der eigentliche Abriss beginnt am Montag, 8. Oktober.

Den Ablauf der Arbeiten bis zum Start des Neubaus Ende des Jahres stellte der Bauherr am Donnerstagabend bei einem Treffen hinterm Bauzaun vor, zu dem auch die Nachbarn eingeladen worden waren. Die Geschäftsleute am Königsplatz befürchten massive Beeinträchtigungen und Nachteile durch die Bauarbeiten. Um Unstimmigkeiten schnell zu bereinigen, soll es einen festen Ansprechpartner vor Ort geben.

Fotos: Das Overmeyer-Gebäude

Das Overmeyer-Gebäude am Königsplatz in Kassel

Laut Kanada-Bau-Geschäftsführer Frank Becker sind Nachtarbeiten vorerst nicht vorgesehen. Auch an den Absperrungen werde sich nichts ändern, allerdings werde es ab Montag Lkw-Verkehr geben. Die Fahrzeuge würden rückwärts in die Baustelle fahren, wobei die Fahrer eingewiesen würden. Dies soll auch die Sicherheit für Fußgänger auf dem Königsplatz erhöhen.

Klare Linien: So soll das neue Büro- und Geschäftshaus einmal aussehen.

Der Altbau ist laut Abbruchunternehmer Dennis Schnittger zu 80 Prozent entkernt. Nun würden Schadstoffe entfernt. In der ersten Phase des Abbruchs komme man auch ohne lautstarkes Stemmen aus. Die Abrissarbeiten sollen im Innern beginnen.

„Wir versuchen dafür zu sorgen, dass es einigermaßen störungsfrei geht“, versicherte Architekt Martin Schmittdiel vom Kasseler Büro ANP, das mit dem Neubau betraut wurde. Die Nachbarn würden auf dem Laufenden gehalten, unter anderem per elektronischem Newsletter. „Wir wünschen uns eine gute Nachbarschaft“, sagt Schmittdiel.

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Die künftige Baugrube soll durch Stahlträger gesichert werden. Damit soll verhindert werden, dass das Erdreich abrutscht. Der Keller wird voraussichtlich ab Mitte November abgebrochen. Probleme mit dem Baugrund wie beim Neubau für Peek & Cloppenburg erwarten die Fachleute nicht. „Ich gehe davon aus, dass wir keinerlei Probleme vorfinden“, sagte Statiker Joachim Reitz von der Ingenieurgesellschaft Reitz und Pristl.

Von Ellen Schwaab

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