25 Euro Strafe für Halter einer Geländelimousine

Große Verärgerung: Porsche parkte auf Gehweg

+
Dreist: Mitten auf dem Bürgersteig parkte ein Autofahrer mit seinen Porsche Cayenne.

Kassel. Ein Porschefahrer, der sein Fahrzeug über eine halbe Stunde lang auf dem Gehweg entlang der Wilhelmshöher Allee parkte, hat bei Anliegern und Passanten für Verärgerung gesorgt.

Die breite Geländelimousine, die am Mittwochvormittag auf dem Bürgersteig vor der Ladenzeile im Abschnitt zwischen Stephanstraße und Kunoldstraße abgestellt war, ließ keinen Platz mehr für Fußgänger.

Anlieger Jörg Schrader fand dieses Verhalten so dreist, dass er die Polizei rief. „Alte Menschen mit Rollator und Mütter oder Väter mit Kinderwagen hatten keine Chance mehr durchzukommen“, sagt der 46-Jährige. Sie mussten auf die Straße ausweichen, die in dem Abschnitt stark befahren sei. Normalerweise sei er niemand, der sich gleich über alles beschwere, sagt Schrader: „Aber das Verhalten des Porschefahrers war völlig daneben.“

Trotz des Anrufs bei der Polizei sei aber zunächst nichts passiert. Als dann ein Polizeiwagen vorbeikam, habe man diesen herangewinkt. Doch die Beamten hätten geantwortet, sie seien nicht zuständig und seien weitergefahren. Kurz darauf sei der Porschefahrer dann von seinem selbst gewählten Parkplatz wieder abgefahren.

Bei der Streife habe es sich um einen Wagen der Bundespolizei gehandelt, sagt Polizeisprecher Michael Lange auf Anfrage. Diese sei in der Tat nicht zuständig, habe aber das örtliche Revier verständigt.

Bei Problemen mit Falschparken - im Fachjargon werden geparkte Autos als ruhender Verkehr bezeichnet - gebe es eine gemeinsame Zuständigkeit von Polizei und Ordnungsamt. „Die Polizei ahndet ebenso wie Ordnungsamts-Mitarbeiter Verstöße gegen Halt- und Parkverbote.“ Wenn Feuerwehrzufahrten zugeparkt seien oder in anderen dringenden Fällen, könne die Polizei das Auto auch abschleppen lassen.

25 Euro Bußgeld

Parken auf dem Gehweg werde als Ordnungswidrigkeit mit 15 Euro Bußgeld geahndet. Komme wie im Fall des Porsches in Bad Wilhelmshöhe einer Behinderung dazu, erhöhe sich die Summe auf 25 Euro. Die Polizei wird den Fahrzeughalter jetzt anschreiben und die 25 Euro Verwarnungsgeld einfordern. (rud)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.