Heute, 20.15 Uhr

Kasseler Geiger musiziert in Samstags-ARD-Show

Steht heute im Finale der „Deutschen Meister“: Alexander Padva muss Melodien am ersten Ton erkennen. Foto: ARD/nh

Kassel. Lieder oder Melodien am ersten Ton zu erkennen, ist keine alltägliche Kunst. Der Kasseler Alexander Padva hat dank seines absoluten Gehörs dieses Talent und hat es damit ins Finale der „Deutschen Meister“ geschafft, das Samstagabend im Fernsehen läuft.

Der 30-Jährige, der in Kassel das Friedrichsgymnasium besuchte, misst sich mit einem europäischen Konkurrenten in der Disziplin „Musik am ersten Ton erkennen.“

Der Musiker war als Kandidat in der ersten Show am 19. Oktober dabei und hat sein Können in der Disziplin „Die besten deutschen Ohren“ gegen eine Mitstreiterin präsentiert und wurde von den Zuschauern in die Finalshow gewählt.

Alexander Padva, der in St. Petersburg geboren wurde, kam 1992 mit seiner Familie nach Kassel und besuchte hier das Friedrichsgymnasium. „Mit fünf Jahren habe ich angefangen Klavier zu spielen“, erzählt der 30-Jährige. Schon damals habe er Melodien nachspielen können, ohne auf die Noten zu gucken. Seine Eltern haben das Talent ihres Sohnes weiter gefördert. „Ich habe im Schulorchester und im Schulchor mitgemacht“, sagt der Geiger, der neben Klavier auch Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug spielen kann. Padva finde es gut, dass David Garrett die Geige populärer gemacht hat: „Er zeigt, dass klassische Musik nicht altbacken sein muss, sondern auch rocken kann.“

Mitarbeiter der Fernsehshow seien durch seine Internetseite auf ihn aufmerksam geworden, vermutet der studierte Psychologe, der in Gießen lebt. „Ich habe das als große Herausforderung gesehen und zugesagt.“

Jetzt, nachdem er in das Finale gewählt wurde, wälze er eine Partitur nach der anderen. „Ich versuche um die 200 Partituren nach der Tonart zu sortieren.“ Es gebe keine große Eingrenzung: In der Show kann alles gespielt werden, was allgemein bekannt sei.

„Vor der ersten Show war ich total nervös“, sagt der Geiger. Aber sobald die Bühnenlichter angehen, schalte er um. „Dann habe ich einfach nur noch Spaß.“ So eine Chance habe man nur einmal im Leben und deswegen nehme er sie auch wahr.

Beruflich hat der Musiker nichts mit Musik zu tun. „Wenn ich meine Leidenschaft für Musik in Perfektion betreiben würde, ginge die Liebe flöten.“ Der Psychologe befindet sich in den letzten Zügen seiner Ausbildung zum Therapeuten. Nebenberuflich tritt Alexander Padva allerdings mit seiner Geige deutschlandweit in Diskotheken auf. Er improvisiert dann mit seinem Instrument zu House-Musik.

Neben Padva, der in der Disziplin „Musik am 1. Ton erkennen“ antreten wird, gibt es Wettkämpfe unter anderem in den Disziplinen Reckstangen-Klettern, Würfel stapeln oder Gedichte rezitieren.

Rufen Sie für Alexander Padva an, die Telefonnummer wird während der Show eingeblendet: Der Gewinner, der die meisten Stimmen des Publikums bekommt, erhält 100 000 Euro.

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