Riesiger Andrang

Umjubelt: Geiger David Garrett stellte Film im Capitol vor

Kassel. „Das ist ja ein zierlicher Typ! Im Fernsehen sieht man das gar nicht so“, stellte eine Besucherin fest, als David Garrett am Freitagabend die ersten Autogramme am roten Absperrband im komplett gefüllten Foyer des Kinos Cineplex-Capitol gibt.

Virtuos: David Garrett gab eine Kostprobe seines Könnens.

Hochgezwirbelte Haare, weite schwarze Hose, Bikerboots und ein schwarz-graues Jackett mit schmalem, seidenglänzendem Revers. Dazu der Totenkopfanhänger und dicke silberne Ringe: Der Look ist ein Markenzeichen des Ausnahmegeigers.

David Garrett ist auf Kinotour, um seinen Film „Der Teufelsgeiger“ vorzustellen. Seine Paraderolle: Niccolò Paganini, „das ist die Person, die die Geige solistenfähig gemacht hat“, erzählt er später im Saal, kurz bevor der Film anfängt. Grundentspannt, geduldig. Obwohl der 32-jährige Aachener vorher, streng bewacht von seinen Securityleuten, 45 Minuten lang Fotos mit Fans gemacht und Autogramme gegeben hat. Sogar schwungvoll mit Edding auf eine Geige: „Für Lilly“ schreibt er darauf, und das kleine Mädchen weint vor Überwältigung und Glück.

Die Fuldabrückerin Elke Pfundstein, die die Karten bei einer HNA-Verlosung gewonnen hat und mit ihrer Freundin Hedwig Püschner ins Kino gekommen ist, zieht den Hut vor der Leistung Garretts: „Man sieht nur den Ruhm, aber nicht, was er sein Leben lang dafür gearbeitet hat.“ Das sei eben das Faszinierende, sagen auch die Fans André und Corinna Jung aus Großalmerode: Er ist ein Klassikstar, der trotzdem „richtig locker“ rüberkommt.

Fotos: Geiger David Garrett im Capitol

Geiger David Garrett im Capitol

Für das Organisationsteam sind die gut zwei Stunden, die sich Garrett im Kino aufhält, alles andere als locker. Der Zeitplan ist eng getaktet, vom kleinen kalten Buffet zur Stärkung nach der Ankunft bis hin zur Schlangensteh-Logistik, mit der die rund 600 Besucher größtmögliche Autogrammchancen erhalten sollen. Zudem wartet Marburg, nächste Station des gestrigen Tourtages, sagt André Becker, der die Rundreise zum Kinostart organisiert hat.

Als dann endlich alle im Premierensaal sitzen und das aufgeregte Tuscheln verstummt, holt Garrett die Geige aus dem Kasten und spielt –natürlich – Paganini, eine Caprice, die auch im Film vorkommt. Und da ahnt man schon den Teufelsgeiger. (fra)

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