Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Niederzwehren

Gekämpft bis zum Umfallen: Besondere Geste für Unwetter-Einsatz der Feuerwehr

Anerkennung für ehrenamtliches Engagement: Roswitha Jung dankte Matthias Hachenberg, Pascal Werner, Sascha Arend, Jan Gürth und Dennis Heinze für ihren Einsatz. Foto: Konrad

Kasssel. Stundenlang hatten die Feuerwehrmänner das Wasser abgepumpt und verhindert, dass es die Hauselektronik lahmlegte. Gekämpft während des Unwetters im Juni, als das Haus von Roswitha Jung in der Nähe des Bundessozialgerichts in Gefahr war. Dafür gab es nun eine Geste, die gestandene Feuerwehrmänner selten erleben.

„Ihr Einsatz ist nicht selbstverständlich.“ Mit diesen Worten dankte Roswitha Jung nun stellvertretend für die acht Parteien eines Wohnhauses an der Goethestraße im Vorderen Westen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Niederzwehren für ihren Einsatz während des Unwetters in der Nacht vom 10. auf den 11. Juni. In das Haus in waren in dieser Nacht Wasser und Schlamm in die Keller und den Aufzugschacht gelaufen. Zweieinhalb Stunden hatten die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner das Wasser abgepumpt.

Als Anerkennung für ihren „unermüdlichen Einsatz“ besuchte Jung die ehrenamtlichen Einsatzkräfte am Stützpunkt an der Dennhäuser Straße und überbrachte eine kleine Spende der Hausbewohner. „Wir finden es toll, was Sie ehrenamtlich leisten, um anderen Menschen zu helfen“, sagte sie.

Dass die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren auf diese Art und Weise seitens der Bevölkerung anerkannt wird, ist laut Wehrführer Dirk Kreutz äußerst selten. „Diese Geste ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit und Motivation, sich weiter ehrenamtlich für andere Menschen zu engagieren“, sagte Gruppenführer Jan Gürth, der in der Unwetternacht mit sieben Feuerwehrmännern der Niederzwehrener Wehr in dem Haus im Einsatz war. In seiner 15-jährigen Feuerwehrlaufbahn hat er eine solche Geste noch nicht erlebt. Gürth: „Dass wir am Einsatz Dankbarkeit erfahren, Kaffee oder auch etwas zu essen erhalten, kommt dagegen öfter vor.“

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Im Gegensatz zur Berufsfeuerwehr leisten die Mitglieder der sieben Kasseler Stadtteilfeuerwehren den Feuerwehrdienst neben ihrem regulären Beruf. In der Unwetternacht fuhren die Kasseler Feuerwehren insgesamt etwa 300 Einsätze, viele waren die Nacht über bis zum Nachmittag des nächsten Tages ununterbrochen auf den Beinen. „Die meisten hatten vor dem Einsatz bereits einen achtstündigen Arbeitstag hinter sich“, sagt Gürth. Von der Niederzwehrener Wehr waren in dieser Nacht 30 Feuerwehrleute im Einsatz, 40 zählt die Einsatzabteilung. „Es tut gut und motiviert, wenn unser Einsatz auf diese Weise eine Wertschätzung erfährt“, sagt Gürth. (pmk)

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