Vielseitiges Programm

Gut gelaunte Rock-Reise: Maffay begeisterte im Auestadion

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Rock ’n’ Roll in Reinform: Peter Maffay und seine virtuose Band ließen es beim Hessentag auf großer Bühne mächtig krachen.

Kassel. Es könnten durchaus sieben Brücken sein, die Peter Maffay durch die Zeiten und Epochen schlug. Darauf nahm die Rock-Legende gestern Abend im Auestadion jedenfalls 10.000 begeisterte Fans weit mit in die Vergangenheit - und auch ein gutes Stück in die Zukunft.

Mit einer grauen Weste über der nackten Brust und der konzentrierten Miene des harten Musik-Arbeiters, die als Markenzeichen zu ihm gehört, packte Maffay das altersmäßig gemischte Publikum von der ersten Minute. Die Bässe ließen die Lautsprecher vibrieren, die Gitarrensoli zwirbelten sich in die Verstärker, die tiefe, markante Stimme sorgte für Gänsehaut.

Im Zentrum standen noch unveröffentlichte Lieder, die vielleicht auf einem neuen Album erscheinen, das im Herbst aufgenommen werden soll: Das war die Reise in die Zukunft. Da gab es etwa das optimistische „Egal wie hart es kommt“, das das Publikum minutenlang mitsang. Botschaft: „Du findest deinen Weg da raus“.

Selten live gespielte Songs älterer Alben waren weiterer Schwerpunkt, etwa das brettharte „Bring mich nach Haus“ von 2000, bei dem es eine Rap-Einlage des Backgroundsängers Leon Taylor gab. Mit dem Motto: „Es ist ein schönes Gefühl, Krach zu machen“ forderte Maffay das Publikum gut gelaunt zum Mitklatschen auf.

Und dann gab es die Reise in eine fast schon mythische Jugend: Zu „Es war Sommer“ leuchtete die Videowand sonnenuntergangsrot, und nicht nur auf der Bühne wurde heftig geschwelgt.

Unverzichtbar schließlich das wunderbare „Über sieben Brücken musst du gehn“, bei dem auch Vorgruppen-Künstler Laith Al-Deen seine Soulstimme einbrachte. Wo einst Feuerzeuge aufgeflammt wären, leuchteten nun hunderte Handydisplays.

Bildergalerie: Peter Maffay im Auestadion

Peter Maffay im Auestadion

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