Studierende haben einen Euro für Verleihsystem gezahlt - Gutschrift für Verzögerung

Studenten haben gezahlt, aber Verleihsystem Konrad fehlt

Noch keine freie Fahrt: Das Fahrradverleihsystem Konrad geht erst 2012 in Betrieb. Foto: Koch

Kassel. Konrad kommt erst im Frühjahr, Kassels Studenten haben über den Semesterbeitrag aber bereits einen Euro für das Fahrradverleihsystem entrichtet.

Gemäß einer Vereinbarung der Studierendenvertretung Asta mit der Stadt Kassel sollten die Studenten dafür die Fahrräder so oft wie gewünscht für bis zu 45 Minuten kostenlos nutzen können. Jetzt können die Studenten bis zum Semesterende gar kein Fahrrad leihen, der Euro ist aber bereits mit Semesterbeitrag eingezogen worden. Insgesamt bekommt die Stadt also knapp 21.600 Euro für ein System, das es noch gar nicht gibt.

Wegen der verspäteten Inbetriebnahme wird es für die Studierenden im nächsten Semester eine Art Gutschrift geben, erklärt Lucas Christoffer, Mobilitätsreferent des Asta. Im Vertrag mit der Stadt ist geregelt, dass sich der Beitrag im Sommersemester um 16 Cent je angefangenem Monat Verspätung verringert. Würde Konrad also zum März an den Start gehen, müssten die Studenten im nächsten Semesterbeitrag nur 20 Cent für die Konrad-Nutzung entrichten.

„Es ist schon sehr ärgerlich, dass die Studenten schon bezahlt haben für etwas, was sie in diesem Semester vermutlich gar nicht mehr nutzen können“, sagt Christoffer. Die getroffene Erstattungsregelung halte man aber für vertretbar. Problematisch sei es allerdings bei Studierenden, die im Sommersemester gar nicht mehr an der Uni Kassel sind. „Für die müssen wir eine Lösung finden.“ Dazu wird es demnächst ein Gespräch zwischen Asta und Stadt Kassel geben. Ziel müsse sein, dass den Studenten der Euro erstattet werde, sagt der Asta-Referent.

Viel Verwaltungsaufwand

Christoffer rechnet damit, dass dies ein hoher Verwaltungsaufwand wird. Die Mühe müsse man sich allerdings schon machen, findet der Studierendenvertreter. Schließlich könne man nicht Geld für eine Leistung kassieren, die nie erbracht wird. Die Frage sei, wer sich um die Erstattung kümmere. „Es wäre schon ärgerlich, wenn der Asta, der die Verspätung von Konrad nicht verschuldet hat, die Angelegenheit nachher mit viel Arbeit ausbaden muss.“

Von Katja Rudolph

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