BUND und Bürgerinitiativen fordern Änderungen im Haushaltsplanentwurf der Stadt Kassel

Änderungen gefordert: „Geld für Kinder statt fürs Lange Feld“

Kassel. In einem offenen Brief an die Kasseler Stadtverordneten fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie Bürgerinitiativen Änderungen im Haushaltsplanentwurf der Stadt Kassel für das Jahr 2014.

Statt vordringlich in das Gewerbegebiet Langes Feld zu investieren, solle zunächst Geld in die Gebäudesanierung und die Zukunft der Kinder fließen, heißt es. In diesem Sinne sollten alle geplanten Investitionen für das Lange Feld auf 2016 und die folgenden Jahre verschoben werden.

„Im Haushaltsplanentwurf sind viele zukunftsweisende Vorhaben nicht oder nur mit zu geringen finanziellen Mitteln berücksichtigt“, sagt BUND-Geschäftsführer Stefan Bitsch. Als Beispiele werden die Sanierung der Schulen und anderer städtischer Gebäude genannt. Hier liege ein Sanierungsstau in Höhe von etwa 155 Millionen Euro vor.

Als weitere dringliche Vorhaben führt Bitsch die Sanierung der städtischen Straßen und den Neubau von Schulzweckbauten wie Mensen, Turnhallen und anderen Betreuungsmöglichkeiten auf.

Stefan Bitsch

Stattdessen seien im Haushaltsplanentwurf für das Lange Feld mehr als acht Millionen Euro für Tief- und Straßenbau bereitgestellt. Weitere Millionen sollten für Grundstückskäufe und Ausgleichszahlungen zur Verfügung gestellt werden – „und das, obwohl die Stadt Kassel derzeit kein Vorhaben nennen kann, das auf die Ansiedlung im Langen Feld angewiesen ist“.

Dagegen verweisen die Bürgerinitiativen und der BUND auf noch genügend freie Gewerbeflächen im Raum Kassel. „Die bereits vorhandenen Areale reichen für die kommenden 20 bis 30 Jahre hinaus aus“, sagt Bitsch.

Hinzu komme, dass für den Umbau der Anschlussstelle Kassel-Niederzwehren zur Anbindung eines Gewerbegebietes bisher kein Antrag beim Bundesverkehrsministerium vorliege. Die geplante äußere Erschließung des Gewerbegebietes über die A 49 sei somit nicht gesichert. (bon)

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