CDU sieht OB Hilgen (SPD) in der Pflicht - Förderverein will grundlegende Sanierung in Harleshausen

Geld für Konrad, aber nicht für Kassels Freibäder?

+
Hoffnungsschimmer? Den Regenbogen über dem Freibad in Harleshausen hat Jane Levien fotografiert.

Kassel. Die CDU-Fraktion spricht sich für den Erhalt der Freibäder in Bad Wilhelmshöhe und in Harleshausen aus.

Aufgabe des Magistrats unter Leitung von Oberbürgermeister Hilgen (SPD) sei es, konkrete Vorschläge zur Sicherung der Funktionsfähigkeit zu machen, sagt der sportpolitische Sprecher Bodo Schild. Andernfalls seien SPD und Grüne dafür verantwortlich, dass zwar für kostspielige und inhaltlich fragwürdige Projekte wie ein technisches Rathaus oder das Fahrradleihsystem Konrad Geld ausgegeben werde, für den Erhalt der Freibäder jedoch nichts übrig bleibe.

Lesen Sie auch:

-Für das Freibad in Wilhelmshöhe gibt es verschiedene Modelle

-Freibad Harleshausen nicht zu retten - Pläne für Wilhelmshöher Bad

Der Ortsvorsteher von Harleshausen, Reinhard Winters-perger (SPD), bezweifelt, dass das Freibad im Stadtteil wirklich nicht mehr zu sanieren ist. Duschen, Toiletten und Umkleiden befinden sich seiner Ansicht auch in einem ordentlichen Zustand. Winters-perger befürchtet, dass sowohl das Freibad in Wilhelmshöhe als auch das in Harleshausen „totgerechnet“ werden sollen. Bisher habe es keine Möglichkeit gegeben, die Gutachten zu überprüfen. „Ich fordere Transparenz für beide Bäder“, sagt Wintersperger.

Die SPD-Ortsvereine Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe wollen beide Bäder erhalten. Die politische Entscheidung dürfe nicht weiter hinausgezögert werden, sagen die Vorsitzenden Carsten Höhre und Armin Ruda.

Der Förderverein Freibad Harleshausen ist weiter bereit, sich für den Standort zu engagieren. Das macht die Vorsitzende Anita Mahrt deutlich. Zu einer attraktiven Stadt gehörten neben Kitas und guten Schulen auch attraktive Sportstätten und Schwimmbäder. Der Förderverein spricht sich dafür aus, dass das Bad von Grund auf saniert wird.

Die Initiative Pro Auebad kritisiert, dass alle Kasseler Freibäder  seit Jahrzehnten systematisch vernachlässigt worden seien. Noch sei es nicht zu spät, die Pläne für das Auebad zu ändern. Die Initiative setzt sich für eine im Vergleich zur bisherigen Planung nahezu verdoppelten Wasserfläche von 1200 Quadratmetern ein. (tos)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.