Geld für neues Gutachten

Sparda-Bank unterstützt Förderverein Schwimmbad Wilhelmshöhe

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Einsatz für den Erhalt des Freibades Wilhelmshöhe: Kuno Hottenrott vom Förderverein (links) freut sich über die Spende von Michael Kubiak von der Sparda-Bank.

Bad Wilhelmshöhe. Mit einer Spende von 2500 Euro unterstützt die Sparda-Bank den Förderverein Freibad Wilhelmshöhe. Der will damit den ersten Teil eines Gutachtens finanzieren. „Wir haben den Auftrag gestern vergeben“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Kuno Hottenrott.

Der Kasseler Sportprofessor ist davon überzeugt, dass das Freibad für deutlich weniger Geld als die bislang diskutierten 6,1 Millionen Euro saniert werden kann.

Zu diesem Ergebniss sind die Städtischen Werke gekommen, die die Freibäder Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe im Auftrag von Bäderdezernent und Kämmerer Dr. Jürgen Barthel untersucht haben. Noch in diesem Jahr sollen die Kasseler Stadtverordneten eine Entscheidung zur Zukunft der Bäder treffen.

Das Ingenieurbüro SMP, das eng mit der Universität Karlsruhe zusammen arbeitet, soll jetzt erst einmal das 50-Meter-Becken unter die Lupe nehmen. „Die Fachleute dort haben sehr viel Erfahrung mit der Betonsanierung“, sagt Kuno Hottenrott. Er hofft darauf, dass die Konstruktion im Wilhelmshöher Freibad stabil genug ist, um sie durch einen Einsatz aus Kunststoff oder Aluminium zu ertüchtigen. Das wäre nach Überzeugung des Fördervereins sehr viel günstiger zu haben als ein kompletter Abriss und Neubau.

Beim Sommerfest im Freibad hatte Kämmerer Barthel zugesagt, dass der Förderverein die vorhandenen Materialproben nutzen kann. Über Alternativen bei der Sanierung könne man nachdenken. „Bringen Sie mir einen Gutachter, der das mit Prüfsiegel bestätigt“, hatte Barthel bei dem Fest gesagt.

Genau das hat der Förderverein jetzt vor. Das Gutachten für das große Becken sei ein erster Schritt. Für ein Gesamtkonzept sammele man weiter Spenden, sagt Kuno Hottenrott. Insgesamt brauche man etwa 10.000 Euro. Erste Ergebnisse werde man rechtzeitig vor einer Entscheidung der Stadtverordneten vorlegen können. „Als Bank, die in Bad Wilhelmshöhe ansässig ist, wollten wir mit dem Geld aus Mitteln unseres Gewinn-Sparvereins Flagge zeigen“, sagt Filialleiter Michael Kubiak. Er habe als Kind im Freibad Wilhelmshöhe schwimmen gelernt und hoffe, dass das Bad erhalten bleibt. Dafür hat der Förderverein bis gestern bereits 2640 Unterschriften gesammelt.

Von Thomas Siemon

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