Angeklagter räumt Taten vor Gericht teilweise ein

Geldautomatendieb wollte in Kassel Zeugen mit Lastwagen überfahren

Lüneburg/Kassel. Mit einem Teilgeständnis hat der Prozess gegen einen mutmaßlichen Geldautomatendieb am Landgericht Lüneburg begonnen. Der Mann muss sich auch wegen versuchten Mordes verantworten.

Der 25-Jährige habe die ihm vorgeworfenen Taten teilweise eingeräumt, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Laut Anklage soll der Mann in Kassel versucht haben, zwei Zeugen mit einem Lastwagen zu überfahren. Außerdem wird dem Mann schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll sich der 25-Jährige einer Bande angeschlossen haben, die Geldautomaten in Banken und Sparkassen mit zuvor gestohlenen Autos aus der Verankerung riss. Im Dezember 2016 konnten sich zwei Zeugen dabei in Kassel-Bettenhausen nur mit einem Sprung in einen Hauseingang retten, als ein Lastwagen mit 60 Stundenkilometern auf sie zufuhr. Der Lkw krachte anschließend in das Gebäude. Am Steuer hat damals der Staatsanwaltschaft zufolge der Angeklagte gesessen, er soll den Tod der beiden billigend in Kauf genommen haben.

Dem 25-Jährigen wird vorgeworfen, am Diebstahl von insgesamt acht Fahrzeugen und einem Automaten samt Geld in Höhe von etwa 25.000 Euro beteiligt gewesen zu sein. Bei fünf weiteren beabsichtigten Automatendiebstählen scheiterten die Täter. Es entstand jedoch ein Schaden von mehr als 170.000 Euro. 

Bis zum 27. April sind zehn Verhandlungstermine angesetzt. (lni)

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Lothar Koch

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