Land und Bund fördern hessische Kommunen mit einer Milliarde

Geldsegen: Kassel bekommt 41 Millionen Euro

Kassel. Unerwarteter Geldsegen für die Stadt Kassel: Sie bekommt überraschend knapp 41 Millionen Euro vom Land und dem Bund.

Das Geld kann Kassel nach eigenen Vorstellungen ausgeben. „Ich freue mich, dass Kassel mit einer derartigen Summe bedacht wird. Ein Lob an die Landesregierung und den Bund“, sagte Kassels Stadtkämmerer Christian Geselle (SPD).

Die Millionen stammen aus dem Hessischen Kommunal-Investitionsprogramm, das gestern in Wiesbaden vorgestellt wurde. Es umfasst insgesamt eine Milliarde Euro. Im Vergleich mit anderen Kommunen und Städten fließt das meiste Geld nach Kassel.

Konkret erhält Kassel 40 957 460 Euro. Davon stammen aus dem hessischen Landesprogramm über elf Millionen Euro, vom Bund kommen über 29 Millionen. Allerdings: An den Summen muss sich die Stadt Kassel zu einem kleinen Teil beteiligen: Am Landesprogramm mit 20 Prozent (also etwa zwei Millionen Euro) und am Geld vom Bund mit zehn Prozent (also etwa drei Millionen Euro).

Kämmerer Geselle ließ gegenüber der HNA keinen Zweifel daran, dass man den Eigenanteil aufbringen und die 41 Millionen Euro aus dem Programm abrufen werde. Und wofür kann das Geld ausgegeben werden? Das will Geselle zunächst genau prüfen: „Ball stoppen, gucken, schießen.“

Das Geld kann unter anderem in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, etwa für Studenten, fließen. Hierfür ist im Investitionsprogramm ein Darlehen vorgesehen. Die Kommunen müssen es tilgen, die Zinsen der ersten zehn Jahre werden vom Land bezahlt.

Insgesamt 25 Millionen Euro gibt es obendrauf für alle Kommunen, die Erstaufnahmelager für Flüchtlinge haben. Geld, das auch in Kassel willkommen ist: 652,22 Euro bekommt die Stadt im Monat pro Flüchtling vom Land, über 800, so Geselle, gibt man im Schnitt pro Flüchtling aus.

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