Gerhard-Fieseler-Stiftung hat drei Millionen Euro  gespendet

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Ein Storch im Treppenhaus: HNA-Geschäftsführer Harold Grönke (links) und Klaus Angermann, Vorstandsvorsitzender der Gerhard-Fieseler-Stiftung, betrachten ein Modell des berühmten Flugzeugs Fieseler Storch.

Kassel. Gerhard Fieseler, der Kasseler Kunstflugpilot und Flugzeugbauer, hat ein stattliches Vermögen aus Immobilien angehäuft. 1987 ist er im Alter von 91 Jahren gestorben. Eine Stiftung verwaltet seine Häuser und Grundstücke und unterstützt gemeinnützige Einrichtungen in Kassel und Umgebung.

Nun haben die Spenden im Namen Fieselers die Drei-Millionen-Euro-Marke überschritten.

Bereits im Jahr 1980 hat Fieseler die Stiftung gegründet. „Richtig zu leben begonnen hat die Stiftung erst nach Fieselers Tod“, sagt Klaus Angermann. Der frühere Amtsleiter der Stadt Kassel ist seit seiner Pensionierung 1996 Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Er wacht über die Immobilien, die einen Buchwert von etwa zehn Millionen Euro haben. Aktien oder andere Finanzwerte hält die Stiftung nicht. Das hat Fieseler verboten.

Fieseler im Regiowiki

„Ich fühle mich dem Stifter verpflichtet“, sagt Angermann. Er bemühe sich, den beiden Aufgaben gerecht zu werden, die Fieseler der Stiftung aufgetragen hat: das Vermögen zu erhalten und gemeinnützige Einrichtungen zu unterstützen. Das eine hänge vom anderen ab. Spenden werden genauso aus dem Ertrag finanziert wie die Unterhaltung der Immobilien. Kosten die Häuser mehr, steht weniger für gute Zwecke zur Verfügung. Aber jedes Jahr würden etwa 150.000 Euro in der Region verteilt.

Allein im vergangenen Jahr waren es 170.000 Euro. Mit der zweiten Ausschüttung im November an 19 Empfänger stieg die Spendensumme auf über drei Millionen Euro.

Permanent Gutes tun

„Wir sind nur eine kleine Stiftung“, sagt Angermann, „aber wir wollen permanent etwas Gutes tun.“ Um sehen zu können, dass das Geld gut angelegt sei, würden Projekte in Stadt und Altkreis Kassel unterstützt. Die Kasseler Tafel hat 10.000 Euro für einen neuen Transporter erhalten, für die Generalüberholung einer Lok des Museumszugs Hessencourrier gab es die gleiche Summe. Ein Projekt des Flinntheaters (4000 Euro) wird ebenso unterstützt wie der Fechtclub Kassel, die Kunstwerkstatt an der Heckerstraße und der Wassersportverein der Engelsburg (je 5000 Euro).

Auch die Aktion Advent der HNA hat die Gerhard-Fieseler-Stiftung wieder mit 7000 Euro bedacht. „Wir machen uns viele Gedanken, wo wir Geld geben“, sagt Angermann, „aber hier ist es gut aufgehoben.“

Von Marcus Janz

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