Nach Aufruf einer Kundgebung der Rechten

Gemeinsam gegen Rechts: Bündnis kündigt Gegendemos am 20. Juli an

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Bilden ein Bündnis gegen Rechts: Andreas Dietz (SPD) von links), Jenny Huschke (DGB), Torsten Felstehausen (Linke) und Daniel Seitz (Asta).

Der Protest gegen die von der rechtsextremistischen Partei „Die Rechte“ angemeldete Demo in Kassel formiert sich. Das Kassleler Bündnis gegen Rechts hat Gegendemos angekündigt.

Das Kasseler Bündnis gegen Rechts kündigte Freitag umfassende Gegendemonstrationen und -aktionen an. Erwartet werden mehrere Tausend Teilnehmer. Die Aktionen stehen unter dem Motto „Kassel nimmt Platz! No pasarán!“ („Sie werden nicht durchkommen“).

Nachdem das Bündnis am Dienstag zu dem Protest aufgerufen habe, hätten innerhalb von 48 Stunden mehr als 75 Vereine, Verbände, Kirchen und Institutionen ihre Unterstützung zugesagt, sagte DGB-Geschäftsführerin Jenny Huschke. Dieses breite Bündnis eine die Ansicht, dass es kein Recht gebe auf Nazi-Propaganda und darauf, das Ansehen des ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke noch weiter zu beschädigen als bereits geschehen. „Wir empfinden es als größte aller möglichen Provokationen, dass ,Die Rechte‘ ausgerechnet den 20. Juli, den Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler, als Datum wählt“, so Huschke. Das Bündnis stelle sich sehr entschlossen und gewaltfrei dem Aufruf der Rechten entgegen.

„Mit dem Motto ,Kassel nimmt Platz!‘ wollen wir die Zivilgesellschaft dazu aufrufen, in Kassel Platz zu ergreifen und zu zeigen, dass es in dieser Stadt keinen Platz für rechte Hetze gibt“, ergänzte der Linke-Landtagsabgeordnete Torsten Felstehausen. Gemeinsam mit Andreas Dietz von der Wehlheider SPD und Daniel Seitz vom Asta kündigte er an, alle zentralen Plätze in Kassel am 20. Juli besetzen zu wollen. Details will man in der kommenden Woche bekannt geben.

Das Bündnis begrüßte die Bemühungen der Stadt Kassel, den Neonazi-Aufmarsch zu verbieten. „Wir gehen aber davon aus, dass sie kommen dürfen“, sagte Felstehausen. Sollte das angestrengte Verbotsverfahren doch Erfolg haben, will das Bündnis dennoch demonstrieren. „Dann haben wir erst recht Grund zu feiern“, so Felstehausen.

Vielfältige Unterstützung für Bündnis

Mehr als 75 Vereine, Verbände, Kirchen, Institutionen und Personen unterstützen den Aufruf des Bündnisses gegen Rechts. Darunter sind etwa die Universität Kassel, Dechant Harald Fischer, Bischof Martin Hein, der Landrat des Landkreises Kassel, Uwe Schmidt (SPD), die Jüdische Gemeinde Kassel, der Mieterbund Nordhessen sowie der Deutsche Wanderverband. „Damit haben wir ein wirklich breites Bündnis gefunden“, sagte DGB-Geschäftsführerin Jenny Huschke.

#Zusammen sind wir stark - Demonstration mit Tausenden Teilnehmern in Kassel

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 © Ditzel
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Lesen Sie dazu: Im Angesicht des Terrors: Stadt rückt enger zusammen - Eindrücke aus Kassel

Aktionen in der ganzen Stadt

„Es geht nicht nur darum, unsere Stadt an einem Tag zu schützen, sondern rechte Netzwerke zu zerschlagen. Sie sollen ihr braunes Unwesen hier nicht mehr treiben können“, sagte der Landtagsabgeordnete Torsten Felstehausen (Linke) gestern bei der Pressekonferenz des Kasseler Bündnisses gegen Rechts. Die Gruppe ruft zum Protest gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch am 20. Juli in Kassel auf.

Das Bündnis kündigte Aktionen und Veranstaltungen in der ganzen Stadt an, darunter an zentralen Plätzen wie am Hauptbahnhof, an der Universität, an der Fuldabrücke, am Staatstheater, am Königsplatz sowie am Halitplatz. „Wir werden versuchen, an jedem Treffpunkt der Rechten Platz zu nehmen“, so Felstehausen.

Der Landtagsabgeordnete mahnte, es müsse jetzt neben der juristischen Aufklärung des Mordes an Regierungspräsident Walter Lübcke auch darum gehen, die Hintergründe und Netzwerke der Rechten offenzulegen. „Es geht uns mit unserem Aufruf auch darum, daran zu erinnern, dass wir es mit einer organisierten rechten Szene zu tun haben“, sagte Felstehausen.

Noch ist ungewiss, ob die angekündigte Demonstration der rechtsextremistischen Partei „Die Rechte“ mit dem Motto „Gegen Pressehetze, Verleumdung und Maulkorbfantasien“ tatsächlich stattfinden wird. Die Stadt Kassel hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sie den Aufmarsch untersagen wolle. Eine entsprechende Verbotsverfügung sei in Arbeit, hieß es. Weitere Details gab sie nicht bekannt. „Sollten wir am 20. Juli alleine stehen, gibt es ein großes buntes Bild nur mit uns. Das ist auch ein Zeichen“, sagte DGB-Geschäftsführerin Jenny Huschke.

Details zur geplanten Gegenveranstaltung will das Bündnis im Laufe der kommenden Woche im Internet unter bgr-kassel.deveröffentlichen.

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