Gemeinsam stiften gehen 

Zukunftsweisende Anstöße beim Tag der Stiftungen in der Evangelischen Bank

Stiftungen stellen sich vor: Joachim Beumler (Regionaldirektor Evangelische Bank), Astrid von Teubern (Stiftung Diakonie Hessen), Eberhard Schwarz, Ute Hose und Jürgen Schleicher (von links) waren Ansprechpartner beim Tag der offenen Tür in der Evangelischen Bank. Foto: Malmus

Kassel. Stiftungen haben eine Zukunft und sind stark gefragt. Das wurde gestern beim Tag der offenen Tür anlässlich des Tages der Stiftungen in der Evangelischen Bank deutlich. Es informierten sich über 50 Besucher, die beispielsweise daran denken, eine Stiftung zu gründen oder eine bestehende zu unterstützen.

Es kamen Projekt-Vertreter, die auf die Förderung durch eine Stiftung hoffen, und Vertreter von Stiftungen, die sich austauschen wollten.

Insofern war der erste Tag der Stiftungen in Kassel auch ein Netzwerktag, erläutert Dr. Eberhard Schwarz von der Stiftung Diakonie Hessen. Sich überhaupt erst einmal kennenzulernen sei ein gemeinsames Interesse der insgesamt elf Stiftungen gewesen, die sich an dem Tag beteiligten.

Kontakt und weitere Infos auch zu den am Stiftungstag beteiligten Organisationen:

Jürgen Schleicher,

E-Mail: info@eb.de

Tel. 7887 233.

Dass es sinnvoll sein kann, sich zu vernetzen, machte Schwarz am Beispiel der 2005 gegründeten und im vergangenen Jahr auf Kurhessen-Waldeck ausgeweiteten Stiftung Diakonie Hessen mit einem Stiftungskapital von sieben Mio. Euro deutlich. Ziel sei es, dass wie bereits in Südhessen auch in Nordhessen regionale Unterstiftungen unter deren Dach schlüpfen. Das erleichtere die Arbeit der einzelnen Stiftungen beispielsweise bei Verwaltungs- oder juristischen Angelegenheiten, es verbessere aber auch die Verhandlungsposition bei den Banken. Denn Stiftungen müssen nicht nur ihr Stiftungskapital erhalten, sie wollen es möglichst auch vermehren, um Projekte fördern zu können. Angesichts anhaltend niedriger Zinsen ein schwieriges Unterfangen.

Kein Wunder, dass der Anlageberater der Evangelischen Bank bei Stiftungsvertretern gestern besonders gefragt war. Stiftungen müssten sich genauer beraten lassen und ihr eigenes Anlageverhalten überprüfen, empfiehlt Jürgen Schleicher von der Evangelischen Bank und der EKK-Stiftung. Auf dem Kapitalmarkt gebe es viele Möglichkeiten, um das Stiftungskapital zu erhalten, nachhaltig anzulegen und zu vermehren. „Auch heute gibt es noch gute Möglichkeiten, Gutes zu tun mit einer Stiftung“, betonte Schleicher.

Die Kurhessen-Stiftung, die mit der Baunataler Diakonie Kassel (bdks) verbunden wurde, ist ein weiteres Beispiel dafür. Deren Kapital wurde und wird in Immobilien angelegt, die wiederum Menschen mit Behinderungen Wohnraum bieten, erläuterte Stiftungs-Vertreterin Ute Hose. Aufgabe und Ziel sei es, geistig und seelisch behinderten Menschen zu helfen, sie zu unterstützen und deren Leben zu erleichtern. (hei)

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