Zivi-Nachfolgemodell: Zahl der Bewerber steigt

Genug Freiwillige für neuen Dienst

Kassel. Für den Bundesfreiwilligendienst (BFD), der zum 1. Juli den Zivildienst abgelöst hat, gibt es immer mehr Bewerber. Im Sommer haben viele Sozialeinrichtungen im Raum Kassel noch darüber geklagt, dass sie Probleme haben, ihre Stellen zu besetzen.

„Es gibt einen deutlichen Zuwachs an Bewerbern“, sagt Jens Haupt vom Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck. In Nordhessen arbeiteten 320 Freiwillige in evangelischen und diakonischen Einrichtungen. Davon seien bereits 110 auf BFD-Plätzen eingesetzt, der Rest sei in anderen Formen wie dem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) tätig. Der Internationale Bund (IB), der in Kassel 30 BFD-Stellen zur Verfügung stellt, hat auch keine Probleme bei der Besetzung. Ein Grund dafür sei, dass diese Stellen laut Gesetzgeber bevorzugt und damit zum Nachteil des FSJ besetzt werden mussten, sagt Kira Bisping vom IB.

Beim Sozialen Friedensdienst Kassel, der 15 BFD-Stellen betreut, sind keine Plätze frei. „Aktuelle Anfragen mussten wir ablehnen“, sagt Nadine Zollet vom Friedensdienst. Eine Ursache für den Anstieg sei der Start des Ausbildungsjahres. Wer keine Ausbildung gefunden habe, suche nun Alternativen. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen, der landesweit 107 Freiwillige im BFD beschäftigt, ist mit der Entwicklung zufrieden. (bal)   SEITE DREI, Politik

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