Bundeswirtschaftsminister

Geplante Übernahme: K+S sucht Hilfe bei Sigmar Gabriel (SPD)

Kassel. Um die Übernahme durch den kanadischen Rivalen Potash zu verhindern, sucht der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S offenbar die Hilfe der Bundesregierung.

Wie das „Handelsblatt“ berichtete und das Ministerium inzwischen bestätigt haben soll, habe es in dieser Angelegenheit mehrere Gespräche mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gegeben.

Sigmar Gabriel

Unter anderem sei diskutiert worden, die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ins Boot zu holen, um eine Übernahme zu verhindern. Die Staatsbank soll demnach K+S-Aktien kaufen, um eine Sperrminorität aufzubauen. Bisher befinden sich die K+S-Aktien zu 100 Prozent im Streubesitz. Finanz- und Wirtschaftsministerium seien aber skeptisch, da ein KfW-Einstieg nur bei einem übergeordneten Interesse möglich wäre, berichtete die Zeitung.

„Wir werden dazu keinen Kommentar abgeben“, erklärte am Mittwoch K+S-Sprecher Michael Wudonig auf Anfrage unserer Zeitung. Man habe von Anfang an gesagt, alle dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Optionen zu prüfen, betonte der Unternehmenssprecher.

Wie berichtet, hatte Potash Ende Juni einen Übernahmevorschlag für den Konzern mit Sitz in Kassel eingereicht. Die Kanadier bieten 41 Euro pro Aktie, was einem Konzernwert von rund 7,8 Milliarden Euro entspricht. K+S-Chef Norbert Steiner hatte das Angebot zurückgewiesen. (aha)

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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