Jetzt Typisierung in Kassel: Kader, Sibel und Mustafa brauchen Stammzellenspende

Geschwister haben Blutkrebs

Sie brauchen dringend Hilfe: Die drei Geschwister Kader (von links), Sibel und Mustafa aus Wetzlar leiden an Mittelmeeranämie, einer genetischen Erkrankung. Potenzielle Stammzellenspender werden für die drei Kinder aus Wetzlar gesucht. Fotos: nh

Kassel / Wetzlar. Die Familie erleidet ein schweres Schicksal: Die drei Geschwister Kader (13), Sibel (12) und Mustafa (4) aus Wetzlar leiden an Mittelmeeranämie, einer besonders schweren Form von Blutkrebs. Nur durch eine Stammzellentransplantation können die drei auf ein langes und gesundes Leben hoffen.

Doch leider wurden bislang die genetischen Zwillinge der an Mittelmeeranämie erkrankten Geschwister aus Wetzlar nicht gefunden. Um ihnen und anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zusammen mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Kassel-Mattenberg am Sonntag, 21. April, eine Registrierungsaktion in Kassel. Die Aktion findet zwischen 12 und 16 Uhr bei der Gemeinde an der Mattenbergstraße 64/66 statt.

Jeder kann helfen und sich als potenzieller Stammzellenspender aufnehmen lassen oder Geld spenden, damit die Typisierungen finanziert werden können. Die Schirmherrschaft der Aktion hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen übernommen.

Alle drei Geschwister leiden seit ihrer Geburt an der genetischen Erkrankung. Alle zwei Wochen müssen Kader, Sibel und Mustafa in ein Krankenhaus, wo sie mit einer Bluttransfusion wieder fit gemacht werden. So ein Aufenthalt dauert in der Regel ein bis zwei Tage.

Die Organisatoren hoffen, dass möglichst viele Menschen aus Nordhessen die Gewebemerkmale ihres Blutes bestimmen lassen. Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, damit seine Gewebemerkmale bestimmt (typisiert) werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut an der Aktion teilnehmen. Ihre Daten stehen weiterhin für alle Patienten zur Verfügung.

Genauso wichtig ist auch die finanzielle Unterstützung der Aktion. Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung allein auf Geldspenden angewiesen (Spendenkonto 671 500 07 bei der Isbank, BLZ 502 306 00). (use)

Weitere Informationen finden Sie unter www.dkms.de

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