Geständnis im Prozess um millionenschweren Marihuana-Schmuggel

Kassel. Den Prozess um millionenschweren Marihuana-Schmuggel kann das Kasseler Landgericht offenbar doch zügig zu Ende bringen. Der Hauptangeklagte legte am Montag, dem vierten Verhandlungstag, ein Geständnis ab. Sämtliche Geschäfte seien so getätigt worden, wie in der Anklage beschrieben, ließ der 46-jährige Belgier seinen Anwalt erklären.

Die Anklage hatten den Mann als Kopf einer Bande dargestellt, die innerhalb von elf Monaten rund 732 Kilogramm Marihuana im Verkaufswert von rund 2,8 Millionen Euro über die Niederlande nach Deutschland gebracht hatte - meist nach Kassel und Berlin.

Er selbst schilderte am Montag, er habe Bestellungen entgegengenommen, dann entsprechende Mengen bei Dritten in den Niederlanden geordert und die Abholung koordiniert. Er habe gehaftet, bis der übergebene Stoff, bei den Kunden in Deutschland ankam. Der Abnehmerpreis pro Kilo Marihuana habe bei 3500 Euro gelegen. Er habe je 200 Euro davon bekommen.

Der 46-Jährige gab an, nach einer langen Haftstrafe in den Niederlanden im Baugewerbe tätig gewesen zu sein. Im Zuge der Finanzkrise sei er erheblich ins Minus geraten. Die Anregung zu den Drogen-Geschäften sei aus Kassel gekommen.

Es wird erwartet, dass der Prozess am Dienstag, 29.11., zu Ende gehen könnte. (kaj)

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