Aktion soll mehr Arbeitnehmer aufs Fahrrad bringen – Startschuss in Kassel

Gesund und fit zur Arbeit

Start am Kasseler Rathaus: Christof Nolda, Volkmar Gerstein und Uwe Koch (erste Reihe von links) warben mit weiteren Teilnehmern auf „Konrädern“ für die Gesundheitsaktion. Foto:  Heise-Thonicke

Kassel. Es tut jedem gut, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. So einfach die Botschaft, so schwer ist es jedoch, mehr Menschen zu motivieren, Bewegung auf diese Weise in den Alltag einzubauen.

Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ soll mehr Arbeitnehmer in den Sattel bringen. In dieser Woche gab es in Kassel den Startschuss für ganz Hessen.

Etwa 9000 Teilnehmer aus 1000 hessischen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr auf ihrem Arbeitsweg in die Pedale getreten. Horst Neid von der AOK Hessen hofft, dass es noch mehr werden. Denn neben dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC beteiligt sich erstmals auch die Deutsche Herzstiftung an der Kampagne.

Stress abbauen

Bereits mit regelmäßiger Ausdauerbewegung vier- bis fünfmal pro Woche mindestens 30 Minuten kann man das Risiko für eine Herzerkrankung halbieren und nebenbei noch Stress abbauen, sagt Sinnan Al Najem von der Herzstiftung.

Auch Stadt und Landkreis stehen hinter der Gesundheitsaktion, bei der auch Preise winken. „Das Fahrrad ist das energie-effizienteste Verkehrsmittel, das je erfunden wurde“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda. Dank des Leihsystems Konrad kam der Umwelt- und Verkehrsdezernent übrigens an diesem Tag zur Arbeit. Sein eigenes Fahrrad hatte einen Plattfuß.

Eine Konrad-Station gibt es nun auch bei SMA in Niestetal. Der Solartechnikhersteller beteiligt sich zum siebten Mal in Folge an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Auch dank einer Mobilitätsarbeitsgruppe sind hier elf Prozent der Mitarbeiter aufs Rad umgestiegen. Wichtig seien zum Beispiel witterungsgeschützte Abstellanlagen für die Räder und Umkleide- und Aufbewahrungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter. Zudem gelte es, Gefahrenquellen auf dem Weg zur Arbeit im Blick zu haben.

Eine Zunahme des Fahrradverkehrs müsse einhergehen mit der Entwicklung der Fahrradinfrastruktur, forderte der hessische ADFC-Vorsitzende Volkmar Gerstein. Dazu gehörten auch Ampelschaltungen, und so müssten in Kassel zum Beispiel Querungsmöglichkeiten am Altmarkt, Lutherplatz, am Stern und am Kulturbahnhof geschaffen werden.

Mit diesen Aufgaben dürfe man aber die Kommunen nicht allein lassen, appellierte Uwe Koch, Leiter des Bereichs Verkehr und Sport beim Landkreis, an Bund und Land. (hei)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.