127 Grundschüler aus Heckershausen im Projekt Klasse 2000

Die Gesundheit fördern

Begeistert: Die Klasse 4a mit Klassenlehrerin Katja Heidelbach (rechts) erstellte einen Papiermenschen mit den von Sylvia Busweiler (links) behandelten Themen aus. Foto: Kisling

Ahnatal. Als der gerade gegründete Förderverein der Grundschule Heckershausen 2001 das bundesweit angebotene Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm Klasse 2000 aufgriff, war es kaum vorstellbar, dass das Projekt elf Jahre später weiterhin ein Erfolg sein sollte. Allein in diesem Schuljahr nahmen 127 Grundschüler mit Begeisterung daran teil.

„Wir haben uns mit vielen Themen beschäftigt und Experimente gemacht“, berichtete Katharina aus der vierten Klasse. Pro Schuljahr werden in jeder Klasse etwa zwölf Unterrichtsstunden mit Material zu den Themen menschlicher Körper, gesunde Ernährung, Bewegung, Kreativität sowie Drogen- und Gewaltprävention durch die Lehrerinnen gestaltet. Für drei Stunden erscheinen zudem Klasse-2000-Gesundheitsförderer.

Motivierte Teilnehmer

Jetzt besuchte Sozialpädagogin Sylvia Busweiler die Grundschule mehrfach. Sie ist zufrieden mit der Entwicklung: „Die Schüler sind motiviert und bringen sich sehr gut ein.“ Für die Kinder sei der Besuch eines Gesundheitsförderers stets etwas Besonderes, erklärt Schulleiterin Gerlinde Schlegel. „Uns war von Anfang an klar, dass dieses Projekt nur funktionieren kann, wenn wir alle mit vollem Engagement dahinterstehen.“

Dank der positiven Entwicklung des Projektes wurde die Grundschule bereits zum dritten Mal vom Klinikum Nürnberg, das das Konzept 1991 ins Leben gerufen hatte, als „gesundheitsfördernde Schule“ zertifiziert. Man habe dazu einen Antrag beim Schulamt gestellt.

Der Förderverein trägt jedes Jahr die Kosten von 240 Euro pro Klasse. Zudem besteht eine vertragliche Bindung über vier Jahre mit jeder Klasse. „Ohne die Unterstützung des Fördervereins und der Eltern wäre das Projekt nicht zu stemmen“, betont Schlegel. Zusätzliche Förderung erhalte man durch das HNA-Projekt Kinder für Nordhessen. Dass die Kinder die Themenschwerpunkte verinnerlichten, bewies das Abschlussprogramm der vierten Klassen, die einen Papiermenschen mit allen behandelten Themen erstellten. Alle Viertklässler erhielten eine Urkunde. (ptk)

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