Mit dem Pollenflug beginnt die Heuschnupfen-Zeit

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Anlässlich der beginnenden Hauptblütezeit und dem damit verbundenen starken Pollenflug haben wir mit Dr. Karin Müller vom Gesundheitsamt Kassel gesprochen.

Wie viele Allergiker gibt es in Kassel?

Es gibt keine spezifischen Zahlen für Kassel, aber es ist davon auszugehen, dass der Anteil dem entspricht, der für Deutschland gilt: 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung.

Gibt es in Kassel eine Pollenart, die besonders vertreten ist?

In Kassel ist keine Pollenart besonders vertreten. Mithilfe des Pollenkalenders kann man aber schauen, welche Pollen gerade fliegen.

Was passiert bei Heuschnupfen genau?

Heuschnupfen ist eine unangemessen heftige Reaktion des Immunsystems auf eine harmlose Substanz wie zum Beispiel verschiedene Pollen. Ist der Körper einmal sensibilisiert, reagiert er jedes Jahr wieder auf die Pollenallergene mit zunehmenden Symptomen.

Welche Symptome löst Heuschnupfen aus? Ist Heuschnupfen erblich?

Zur Vererbbarkeit kann man Folgendes sagen: Wenn Mutter oder Vater selber an Heuschnupfen leiden, ist das Allergierisiko erhöht. Allerdings kann das Kind auch symptomlos bleiben.

Was kann man gegen Heuschnupfen tun?

Natürlich sollte man zuerst einen Arzt aufsuchen. Weiter empfiehlt sich, draußen getragene Klamotten nicht im Schlafzimmer aufzubewahren. Außerdem sollte man abends duschen, weil sich Pollen in den Haaren verfangen. Auch bereits behandelte Patienten sollten sich regelmäßig kontrollieren lassen. Neuere Medikamente haben oft weniger Nebenwirkungen. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist eine Hyposensibilisierung.

Was ist eine Hyposensibilisierung?

Bei der Hyposensibilisierung wird der Körper langsam an das Allergen gewöhnt. Das dauert meist mehrere Jahre. Die Behandlung passiert entweder über Tabletten oder über Spritzen. Bei 60 Prozent der Patienten wirkt die Therapie. Allerdings nur, wenn die Termine auch eingehalten werden.

Wie läuft eine Hyposensibilisierung ab?

Die Hyposensibilisierung wird in Form einer Spritze des jeweiligen Allergens hochverdünnt in langsamer aufsteigender Dosierung für einen längeren Zeitraum unter die Haut gespritzt. Bei der Behandlung mit Tabletten werden diese unter die Zunge gelegt.

Hat die Hyposensibilisierung Nebenwirkungen?

Um Nebenwirkungen wie zum Beispiel allergische Symptome oder Atemnot zu erkennen, bleibt der Patient eine angemessene Zeit unter Beobachtung in der Arztpraxis. So kann man also Nebenwirkungen sofort entgegenwirken und das Risiko minimieren. Bei der Therapie mit Tabletten können Nebenwirkungen wie Schleimhautreaktionen im Mund auftreten. Auch hier bleibt der Patient eine angemessene Zeit im Wartezimmer.

Weitere Gesundheitsthemen finden Sie auf: www.gesundheit-sucht-arzt.de

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