Lkw und Pkw getroffen: Kinder warfen Steine auf Autobahn 7

Kassel. Zwei Jungen im Alter von acht und zehn Jahren haben am Montagmittag Kieselsteine von einer Fußgängerbrücke auf die Autobahn 7 geworfen. Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch wurden ein Lkw und ein Pkw von den Steinen getroffen. „Es entstand Sachschaden, verletzt wurde zum Glück niemand.“

Einem 60-jährigen Lkw-Fahrer aus Reiskirchen bei Gießen und einem Ehepaar aus Sehnde (Niedersachsen) flogen um 12.20 Uhr von einer Fußgängerbrücke über die A7, die das Wohnviertel Lindenberg und Lohfelden verbindet, mehrere Kieselsteine entgegen. Beide Fahrzeuge waren hintereinander auf der A7 Richtung Süden unterwegs.

Beim Lkw landeten die Steine auf der Plane und richteten keinen Schaden an. Die Kiesel wurden später von der Autobahnpolizei Baunatal sichergestellt. Den Pkw des Ehepaares trafen mehrere Kiesel auf der Haube und der Windschutzscheibe. Das fast neue Auto sei an drei Stellen beschädigt worden. Der Schaden liegt nach Angaben der Polizeiautobahnstation Baunatal bei mindestens 1000 Euro. Beide Verkehrsteilnehmer verständigten unabhängig voneinander die Polizei, die sofort Fahndungsmaßnahmen einleitete.

Während der Lkw-Fahrer nur zwei Personen auf der Brücke wahrgenommen hatte, beobachtete das Ehepaar zwei kleine Jungen, die am Brückengeländer standen und in ihre Richtung blickten. Sie gaben eine genaue Beschreibung der Bekleidung der Jungen ab.

Eine Funkwagenbesatzung des Reviers Ost entdeckte wenige Minuten später zwei Jungen ganz in der Nähe der Brücke im Wohngebiet am Lindenberg, auf die die Beschreibung passte. Während sich einer der beiden zunächst noch aus dem Staub machen konnte, blieb ein Achtjähriger in der Obhut der Polizisten. Den Beamten gelang es schließlich auch, den zehnjährigen Freund des Jungen zu finden.

Beide Kinder mussten mit ihren Eltern zur Autobahnpolizei nach Baunatal, wo die Angelegenheit weiter besprochen und untersucht wurde. Schließlich hätten die Jungen eingeräumt, auf der Fußgängerbrücke mit Kieselsteinen gespielt zu haben. Absichtlich hätten beide aber keine Steine auf fahrende Autos geworfen, sie seien möglicherweise unabsichtlich herunter gefallen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. (use)

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