Gewächshaus mit ausgefeilter Technik

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Stehen in den Startlöchern: Das Team der Gärtnerei Uffelmann freut sich auf die Neueröffnung.

Kassel. Wenn das Stichwort Niedrigenergiehaus fällt, denken die meisten Menschen an neu gebaute Wohnhäuser. Im Zusammenhang mit den riesigen Gewächshäusern eines Gartenbaubetriebes ist der Begriff eher ungewöhnlich.

Im Kasseler Stadtteil Kirchditmold steht jetzt eines von zwei Niedrigenergiegewächshäusern in Hessen. „Auch bundesweit gibt es nicht viele“, sagt Michael Uffelmann lachend. Er hat die Gärtnerei im Jahr 2008 von seinen Eltern übernommen. „Seitdem plane ich eine umfassende Modernisierung“, sagt der Gartenbautechniker.

Um- und Anbau der Gärtnerei Uffelmann sind abgeschlossen. Das Ergebnis: 2000 Quadratmeter Fläche unter Dach, ein breites Sortiment und eine ausgefeilte Energietechnik auf dem neuesten Stand.

Im vergangenen Jahr wurde bereits die Heiztechnik umgestellt: Statt Öl und Gas deckt eine Holzpelletheizung mit einem zehn Kubikmeter großen Pufferspeicher 85 Prozent des Jahreswärmebedarfs ab. An sehr kalten Tagen kann außerdem noch eine Gasbrennwertheizung hinzugeschaltet werden.

Zwei Schirme

Im September 2013 wurde mit dem Bau einer modernen Gewächshausanlage begonnen. Die technische Ausstattung ermöglicht eine Ernergieeinsparung von 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Gewächshäusern. Zwei Schirme regulieren unter den riesigen Glasdächern Temperatur und Lichteinfall: Die Schattierung erfolgt durch eine Art Sonnensegel, dass direkt unter dem Dach aufgezogen werden kann. Darunter befindet sich ein Schirm aus Folie. Wird dieser aufgespannt, dann entsteht zwischen beiden Lagen ein Luftkissen, das isolierend wirkt und die Wärme im Raum hält. Temperatur, Lüftung und Lichteinfall werden per Computer gesteuert.

Eigene Produktion

Die Gewächshäuser des Familienbetriebes dienen als Produktions- und Verkaufsfläche. „Wir produzieren ausnahmslos für unseren Verkauf“, sagt Uffelmann. Dazu gehören Beet- und Balkonpflanzen sowie Schnittblumen. Neu im Sortiment sind Stauden- und Baumschulpflanzen.

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Zum Bewässern dient Regenwasser, das von den Dachflächen in einer 130 Kubikmeter großen Zisterne aufgefangen wird. Ein geschlossenes System sorgt dafür, dass überschüssiges Gießwasser nicht verloren geht.

Das passende Zubehör zu den Pflanzen können die Kunden gleich in der Dekoabteilung mitnehmen, die das Angebot abrundet.

Im Zuge der Umbauarbeiten wurde der Eingang in die Hohnemannstraße verlegt, dort stehen auch Kundenparkplätze zur Verfügung. Außer Michael Uffelmann und seinen Eltern arbeiten noch sechs weitere Mitarbeiter im Familienbetrieb. Am 20. März ist offizielle Eröffnung. Bis Samstag, 22. März, können sich Besucher auf attraktive Eröffnungsangebote freuen. Der VfL Kassel sorgt für Speisen und Getränke.

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