Grischäfer-Einrichtung in der Karlsaue

Gewächshaus in der Schwebe: Wird Gastronomie in der Aue weitergeführt?

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Erfreut sich großer Beliebtheit: Das Gewächshaus der Museumslandschaft Hessen Kassel in der Karlsaue kommt bei documenta-Gästen und Kasselern gut an

Kassel. Tolle Lage, lockere Atmosphäre: Im Gewächshaus in der Karlsaue entspannen Kunstbesucher und Kasseler unter Glas oder freiem Himmel. Das Angebot hat sich zu einem Renner entwickelt. Doch ob dieses auch noch im nächsten Sommer bestehen kann, ist unklar.

Gastronom Rainer Holzhauer (Grischäfer), der während der documenta dort Gäste bewirtet, freut sich über die derzeitige gute Resonanz und die vielen netten Menschen, darunter etliche Kasseler. Holzhauer würde diese auch im nächsten Sommer gern wieder im Gewächshaus bewirten, wie es sich viele wünschen.

"Wir kriegen das sehr positive Feedback der Bevölkerung mit", sagt der Gastronom aus Bad Emstal. 30 Mitarbeiter, zehn feste und 20 Aushilfen sind im Gewächshaus im Einsatz. Das Glashaus, das die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) im Winter für ihre Kübelpflanzen nutzt, bietet drinnen 140 Gästen Platz, weiteren 200 draußen. "Das läuft", sagt Holzhauer.

Schon vor dem Start im Juni habe er sich bei der MHK darum bemüht, das Gewächshaus auch über die documenta hinaus im Sommer nutzen zu können. "Da hieß es ganz klar: Nein, wir wollen das nicht", sagt er. Daraufhin habe er sich von seinen Plänen verabschiedet, den Betrieb nach dem Ende der documenta 13 am 16. September probeweise bis Oktober fortzuführen. "Wir wollten sehen, ob es sich rentiert." Schließlich müsse er die Kosten kennen und einschätzen, wie viel Umsatz für den Betrieb nötig sei.

Hinweis: Im Rahmen der Kasseler Hofkonzerte spielt am Sonntag, 9. September, 18 Uhr, Jochen Krajewski im Glashaus Eigenkompositionen auf der Gitarre und der Ukelele. Eintritt ist frei.

Nun prüfe man bei der MHK, ob der Sommerbetrieb künftig doch möglich ist. Dazu müssten viele Fragen geklärt werden. Unter anderem, ob der Rasen den Dauerbetrieb aushält, welche Folgen die gastronomische Nutzung für die Mitarbeiter der Gartenabteilung habe, ob genügend Parkplätze vorhanden seien, wenn das neue Auebad geöffnet ist, inwieweit der Betriebshof beeinträchtigt werde.

"Wir sind da offen", sagt MHK-Chef Prof. Dr. Bernd Küster, selbst bekennender Fan der Gastronomie im Gewächshaus. "Man trifft sich da." Das Konzept sei zu 100 Prozent aufgegangen. Er werde in diesem Monat mit der Gartenabteilung Bilanz ziehen und eine Entscheidung treffen. Dabei würden auch die Interessen von Orangerie-Gastronom Thomas Nähler berücksichtigt und geprüft, ob es Potenzial für zwei gastronomische Angebote in der Karlsaue gebe, sagt Küster. Die Entscheidung werde zeitlich so fallen, dass die Gastronomie im Gewächshaus noch bis Oktober weitergeführt werden könne und es dann auch eine Perspektive für 2013 geben werde.

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