Gewalt auf der Partymeile: Wirte an der Friedrich-Ebert-Straße schlagen Alarm

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Sie setzen jetzt auf Türsteher: (von links) Dirk van der Werf (Joes Garage), Nasrat Ansari (Bohemia) und Carsten Bischoff (Joe’s Garage).

Kassel. Innerhalb eines Monats gab es drei brutale Übergriffe auf Gäste des Kasseler Nachtlebens. In allen Fällen griffen die Tätergruppen ihre Opfer vor einer Disco oder Kneipe an.

Ein 29-Jähriger aus Bonn wurde am 18. März nachts vor der Kneipe „Fes“ von mehreren Männern krankenhausreif geschlagen. Fast an selber Stelle wurde ein 31-Jähriger aus Kassel vor zehn Tagen mit einem Messer verletzt. Die vier Täter sollen sich in arabischer Sprache unterhalten haben.

Auf diese Vorfälle vor seiner Kneipe sei er natürlich von Gästen angesprochen worden, sagt Frank Lüst, einer der Chefs im „Fes“. Man müsse sich die Frage stellen, warum junge Männer immer gewaltbereiter würden. Er beobachte auch in seinem Laden, dass bei dieser Gruppe die Emotionen mittlerweile sehr schnell hochkochten und es öfter zu Konflikten kommt. Um den Gästen ein höheres Sicherheitsgefühl zu geben, denke man darüber nach, Türsteher vor den Laden zu stellen.

Nasrat Ansari, der Chef des Bohemia, würde es gut finden, wenn die Polizei an den Wochenenden mehr Präsenz auf der Partymeile zeige. Heutzutage müsse er viel öfter als früher die Polizei rufen, sagt Dirk van der Werf (Joe’s Garage). Laut Polizeisprecher Jürgen Wolf würden die Streifen des Reviers Mitte allerdings nicht wesentlich häufiger als früher zur Partymeile gerufen. „Es gibt keine signifikante Steigerung.“

Die Gastronomen empfinden das anders: Bei „Joe’s Garage“ und im „Cafe Bohemia“ haben sich die Wirte kürzlich dazu entschlossen, an den Wochenenden Türsteher zu engagieren. „Es geht um keine Gesichtskontrolle. Wir wollen nur, dass unsere Gäste sich sicherer fühlen und die Türsteher bei Bedarf eingreifen“, sagt Carsten Bischoff (Joe’s Garage).

Sein Geschäftspartner Dirk van der Werf erklärt diesen Schritt damit, dass es seit Ende 2014 verstärkt zu Diebstählen in der Kneipe gekommen sei, Frauen belästigt (begrapscht und angetanzt) würden und es verstärkt zu Rangeleien komme. Bei den Tätern handele es sich oft um junge Männer aus dem arabischen und afrikanischen Raum, sagt van der Werf. „Wir sind immer eine weltoffene Kneipe gewesen. Alle Nationalitäten sind bei uns willkommen.“ Weil er viele ausländische Freunde habe, mache ihn die Entwicklung aber richtig wütend, sagt van der Werf.

Er berichtet, wie er Silvester einen Mann dabei erwischt habe, der die Geldbörse einer Servicekraft gestohlen habe. Der Dieb sei bei der Polizei schon als staatenloser Palästinenser und Libyer in Erscheinung getreten. „Wegen solcher Typen geht das Zusammenleben der verschiedenen Nationalitäten hier den Bach runter.“

Belästigungen gegen Frauen

Auch Nasrat Ansari steht nicht im Verdacht, ausländerfeindlich zu sein. Der Geschäftsführer des Bohemia kam 1992 selbst als Flüchtling von Afghanistan nach Deutschland. Der 39-Jährige sagt, dass es in seiner Kneipe die meisten Probleme mit Diebstahl und Belästigungen gegenüber Frauen gebe. Er habe Flüchtlingen versucht zu erklären, wie man mit Frauen hier umzugehen habe.

Wenn man einen dieser Männer auf sein Fehlverhalten anspreche, komme es vor, dass man pampige Antworten erhalte, sagt van der Werf. „Frauen haben keine Rechte. Aallahu akbar“, habe ein Araber zu ihm gesagt. Und Afrikaner reagierten auf Kritik gern mit den Worten „Respect Africa“. Kollege Bischoff fügt hinzu, dass es aber auch deutsche Gäste gebe, die sich nachts wie Idioten verhielten.

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Calden67Antwort
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Noch kurz zur Sicheheitsanalyse: Laut Polizeisprecher Jürgen Wolf würden die Streifen des Reviers Mitte
allerdings nicht wesentlich häufiger als früher zur Partymeile gerufen.
„Es gibt keine signifikante Steigerung.“
Das ist auch meine Einschätzung aus erster Hand. Es gab in recht kurzer Zeit mehrere bedauerliche Vorfälle - unsicherer ist es dort allerdings nicht geworden.

Martin_HornAntwort
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Ja, es gab in Köln hunderte von Tatbeteiligten, trotzdem bleibt das in Bezug auf die Gesamtzahl der Flüchtlinge oder Muslime eine ganz kleine Minderheit.
Wie viele der Flüchtlinge oder Muslime treten denn als Sexualstraftäter in Erscheinung? 2%, 3% oder 5%? Was ist das denn, wenn nicht eine kleine Minderheit?
Und ja, jede dieser Taten ist eine zu viel, und jeder Täter einer zu viel, gar keine Frage.

Ich hätte in dem Moment pauschaliert, wenn ich geschrieben hätte, dass alle Kommentatoren fordern würden, dass alle Ausländer ausgewiesen werde sollen. Das habe ich aber nicht, ich habe ganz bewusst "Viele" geschrieben.

Martin_HornAntwort
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Was soll das jetzt werden? Selbst wenn das Gegenüber pauschaliert, ist das doch keine Rechtfertigung für eigene Pauschalierungen. Genau in diesem Moment sollte man selber doch differenzieren.

Kommentare

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