Rampen-Lösung wahrscheinlichste Variante

Gewerbegebiet Sandershäuser Berg: Neuer Versuch für A7-Anschluss

Kassel/Niestetal. Der Bau der Autobahn 44 im Lossetal und die Auswirkungen auf die Verkehrsströme im Kasseler Osten könnten dem Gewerbegebiet Sandershäuser Berg bei Niestetal doch noch den vom Bund bereits abgelehnten Autobahnanschluss bescheren.

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In einem Gutachten lässt die Gemeinde Niestetal im Rahmen ihrer lokalen Verkehrsplanung zurzeit mehrere Varianten für einen Anschluss des Gewerbegebiets an die Autobahn 7 prüfen, darunter eine so genannte Rampen-Lösung nördlich der Anschlussstelle Kassel-Nord. Das bestätigte Andreas Güttler, Geschäftsführer des Zweckverbands Raum Kassel (ZRK) auf HNA-Anfrage.

Am Sandershäuser Berg, der zusammen mit dem geplanten Gewerbegebiet Langes Feld bei Niederzwehren ein Projekt bildet, entsteht gegenwärtig eine Fabrik des Solartechnikherstellers SMA. Eine Anschlussstelle ist die Voraussetzung für die Erweiterung des Gewerbegebiets, das laut Regionalplan nur interkommunal erschlossen werden darf.

Beim ersten Anlauf war die Region gescheitert: Anschlussstellen, die nur der Erschließung von Gewerbegebieten dienen, werden vom Bundesverkehrsministerium nicht mehr genehmigt. Überlegungen, über die A 7-Anschlussstelle am Sandershäuser Berg auch den Flughafen Kassel-Calden anzubinden, hatten Politiker wegen Widerstands in der Bevölkerung aufgegeben. Der neue Anlauf fußt auf anderen Argumenten.

Demnach verringert sich die Verkehrsbelastung auf der Leipziger Straße in Bettenhausen durch den Bau der A 44 erheblich. Der Verkehr verlagert sich nach den Erkenntnissen der Planer auf die Dresdener Straße, die zweite wichtige Einfallstraße in die Stadt. Diese müsse daher entlastet werden. Gleiches gelte für die Anschlussstelle Kassel-Nord sowie Heiligenrode. Geklärt werden muss noch, wer die Kosten für Bau und Unterhaltung übernimmt.

Von Peter Ketteritzsch

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