Gewinner des Bundeswettbewerbs Jugend forscht wollen unbedingt weitermachen

Außergewöhnlich: Mit ihrem Projekt „Kryptographie in Glasfasern“ haben Joshua Kühner (von links), Till Hülsmann und Jonatan Molinski den Bundessieg geholt.

Kassel. „Das Höchste, was es zu erreichen gab, haben wir erreicht“, sagt Joshua Kühner, einer der drei jungen Kasseler, die Bundessieger bei Jugend forscht geworden sind.

„Bei der Verleihung waren wir cool“, sagt er. Erst danach sei ihnen bewusst geworden, was der Preis bedeutet. Mit 2000 Euro und je einem Stipendium an einer Hochschule der Bundeswehr stehen Joshua Kühner (20) und seinen Freunden Jonatan Molinski (20) und Till Hülsmann (21) nun weitere Türen offen.

Im Physik-Club Kassel haben sie dreieinhalb Jahre lang experimentiert und Ideen umgesetzt. Jetzt haben die Nachwuchsforscher ein Verfahren entwickelt, das die Jury beim Bundeswettbewerb überzeugt hat – in der Kategorie außergewöhnliche Arbeit. Sie haben sich die sichere Übertragung von Datenschlüsseln vorgenommen. Es ist ihnen gelungen, die Produktionskosten der Methode um 75 Prozent zu senken und das System kompakter zu gestalten.

„Es gibt Menschen, die versuchen, Daten zu entschlüsseln“, erklärt Jonatan Molinski. Darum wollen die jungen Forscher an ihrem Projekt weiterarbeiten und es noch sicherer machen.

Junge Forscher (von links): Julius Hege, Anselm von Wangenheim und Birk Magnussen mit ihrer Magnetschwebebahn. Fotos: Dietzel

„Wir würden auch gerne zusammen studieren“, sagt er. Ob das klappt, steht noch nicht fest. Für alle Drei ist aber klar: Sie bleiben den Naturwissenschaften treu. Joshua Kühner möchte das Stipendium unbedingt wahrnehmen. Till Hülsmann studiert derzeit Physik in Göttingen. Und Jonatan Molinski macht sein Abitur und würde neben der Physik gerne kreativ tätig sein.

Auf die Frage nach der Zeit für weitere Hobbys lachen sie. „Wir schließen uns nicht im Keller ein, sobald die Sonne raus kommt“, sagt Joshua Kühner. So laute das Klischee. Diese Jungforscher aber klettern gerne und spielen Fußball. Und sie programmieren.

Im Projekt für Jugend forscht haben sie viele Interessen verknüpft und sich gegenseitig ergänzt. „Einer versteht was von Glasfaserkabel, einer von Informatik und einer hat Ahnung von der Materie“, sagt Till Hülsmann. Wenn sie mal an ihre Grenzen gestoßen sind, haben sie sich gegenseitig aufgemuntert, erzählen die Drei.

So motiviert sind auch die Kasseler Schüler Anselm von Wangenheim, Birk Magnussen und Julius Hege. Sie haben beim Bundeswettbewerb den vierten Platz belegt.

Von Stefanie Dietzel

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