Politiker diskutieren, ob Rossing Geld für Ausbau von Eishalle und Salzmann bekommt

Wie geht es weiter? Unser Archivbild zeigt leere Ränge in der Kasseler Eissporthalle.

kassel. Nach dem Aus für die Multihalle in Bettenhausen suchen die Beteiligten nach Wegen, um die Kasseler Eissporthalle und das vom Verfall bedrohte Industriedenkmal Salzmann langfristig zu sichern.

Dessen Eigentümer Dennis Rossing prüft, ob sich in dem Salzmann-Gebäude auch ohne Arena ein technisches Rathaus für die städtische Bauverwaltung wirtschaftlich umsetzen lässt. Ein Planungskonzept für die Eissporthalle soll zudem klären, wie das in die Jahre gekommene Gebäude saniert und für Veranstaltungen ausgebaut werden kann. „Wir sitzen da dran“, sagt Architekt Hans-Uwe Schultze. Rossing hat die Halle bis Mai 2011 von Eigentümer Simon Kimm gepachtet.

In der vergangenen Woche hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) die Fraktionsspitzen über den Stand der Dinge informiert. Bei einem weiteren Treffen Ende Oktober sollen konkrete Zahlen auf dem Tisch liegen.

Die CDU befürchtet, dass die für die Multifunktionshalle auf dem Salzmann-Gelände vorgesehenen elf Millionen Euro der Stadt auch künftig fließen sollen. „Doch wir bekommen nicht die Halle, die wir eigentlich wollten“, sagt Fraktionschef Dr. Norbert Wett zu den neuen Plänen. Für SPD, Grüne und FDP ist dagegen klar, dass die elf Millionen an die Multihalle gekoppelt sind und die Zusage hinfällig ist.

Dennoch ist das Thema nicht vom Tisch. Aus Sicht der SPD sollte die Stadt grundsätzlich über eine Anschubfinanzierung für Salzmann nachdenken. Schließlich gehe es darum, das Industriedenkmal zu retten und damit die Entwicklung Bettenhausens voranzubringen, sagt der stellvertretende Fraktionschef, Christian Geselle. Die Stadt könne zum Beispiel die Erschließungskosten mittragen.

Es sei auch in ihrem Interesse, „dass zumindest die Spielstätte in der Eissporthalle erhalten bleibt“, sagt Geselle. Ein Neuanfang mit der Jugend im Eishockey sei wegen des schlechten baulichen Zustands aber nur schwer möglich. Mit dem Ausbau der Eishalle ließen sich vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, sagt der SPD-Politiker. „Dann hätten wir zumindest eine abgespeckte Version der Multihalle.“

Die CDU ist mit Unterstützung zurückhaltender: „Wir können angesichts der städtischen Schuldenlage nicht jedem helfen, der ein Baudenkmal kauft“, sagt Wett. Er sehe Salzmann nicht als technisches Rathaus, sondern „als Unternehmenspark. Und das muss Rossing regeln, ihm gehört das Gelände“. (els/hai)

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