Giftige Blaualgen im Lac im Bergpark Wilhelmshöhe

Trübes Gewässer: Der Lac im Bergpark Wilhelmshöhe. Foto: nh

Kassel. Der Lac im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel ist von Blaualgen befallen. Diese entwickeln sich im Sommer oft übermäßig in Seen. Es handelt sich nach Angaben der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) um so genannte Cyanobakterien.

Dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie zufolge enthalten diese Bakterien viele Wirkstoffe in unterschiedlichen Konzentrationen. Von einigen sei die Wirkung nicht vollständig bekannt. Die Bedeutendste sei die Giftwirkung der „Cyanotoxine“. Ein Gesundheitsrisiko bestehe vor allem, wenn Wasser mit hohen Cyanotoxin-Konzentrationen geschluckt werde oder in die Atemwege komme.

Zudem könnten durch die Bakterien Übelkeit, Durchfall und Entzündungen von Hals, Augen, Ohren, Magen oder Darm ausgelöst werden. „Dennoch besteht kein Grund zur Panik“, sagt Siegfried Hoß, Gartenleiter der MHK. „Nach Rücksprache mit dem Landesamt können wir sagen, dass keine unmittelbare Gefahr ausgeht, da im Lac nicht gebadet wird.“

Besucher würden nicht in direkten Kontakt mit den Algen kommen. Die MHK werde den Grund für die erhöhte Phosphorzufuhr ermitteln. Möglicherweise sei Schlamm im Lac die Ursache. Die Besucher werden gebeten, vorsichtig zu sein und Tiere im und am Lac zu nicht zu füttern.

„Futter, das liegen bleibt, ist schädlich für die Wasserqualität“, erklärt Hoß. Das meiste Futter werde nicht gefressen, sondern sinke auf den Grund und belaste den Sauerstoffhaushalt des Gewässers. Der biologische Abbau von 1,5 Kilogramm Brot verbrauche mehr als einen Kilo Sauerstoff.

Dadurch könnten mehr als 100 Kubikmeter Wasser völlig sauerstofffrei werden. Fischsterben, die Bildung von Faulschlamm und eine völlige Eintrübung des Gewässers durch Algenblüten seien mögliche Folgen. Die MHK werde Informationsschilder am Lac aufstellen.

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