Stephanie Faehling kommt zum 1. April

Kasseler Klinik-Konzern GNH bekommt neue Personalvorständin

Flaggschiff der Gesundheit Nordhessen (GNH): das Klinikum Kassel, mit mehr als 3600 Beschäftigten größtes kommunales Krankenhaus in Hessen.
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Flaggschiff der Gesundheit Nordhessen (GNH): das Klinikum Kassel, mit mehr als 3600 Beschäftigten größtes kommunales Krankenhaus in Hessen.

Zum 1. April 2022 übernimmt Stephanie Faehling (47) bei der Gesundheit Nordhessen (GNH) die Position als Arbeitsdirektorin und Personalvorstand.

Kassel - Als Nachfolgerin der im Februar ausgeschiedenen Birgit Dilchert wird die 47-jährige Berlinerin damit in Kassel die rund 4500 Beschäftigte zählende GNH-Holding gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Michael Knapp leiten. Das haben Unternehmen und Stadt am Donnerstag mitgeteilt.

Nach GNH-Angaben bringt Faehling langjährige Erfahrung im Personalwesen von Klinikverbünden mit, zuletzt als Ressortleiterin Personal der bundesweit vertretenen BG-Kliniken. Davor war sie als Personalleiterin für das Vivantes Netzwerk für Gesundheit in Berlin tätig.

Kommt 2022 zur GNH: Stephanie Faehling.

Für die GNH-Neuausrichtung sei die Personalbindung und -entwicklung ein wesentlicher Erfolgsfaktor, meinte der Kasseler Oberbürgermeister und GNH-Aufsichtsratsvorsitzende Christian Geselle. Er freue sich, dass man mit Stephanie Faehling eine Arbeitsdirektorin und Personalmanagerin gewonnen habe, die über hohe Fachkompetenz und langjährige Erfahrung verfüge und „selbstverständlich vertrauensvoll mit der Arbeitnehmervertretung zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammenarbeiten wird“.

Trotz der großen Herausforderungen im Gesundheitswesen wolle sie das Unternehmen gemeinsam mit den Kollegen erfolgreich für die Zukunft aufstellen, kündigte Stephanie Faehling an. Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe in Kassel. „Es ist mir ein großes Anliegen, den Personalbereich weiterzuentwickeln und die Transformation der Gesundheit Nordhessen aktiv mitzugestalten.“

Die Bekanntgabe der Personalie hat auf sich warten lassen. Denn nach Informationen unserer Zeitung wurde über die Dilchert-Nachfolge in den Gremien bereits am 29. November entschieden – und zwar in einem Fall auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise.

Im GNH-Aufsichtsrat fand sich demnach für Faehling eine Mehrheit. Im eigenständigen und bei der Personalentscheidung ebenfalls zuständigen Aufsichtsrat des Klinikums aber erreichte sie im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Im zweiten Wahlgang reichte es auch nicht für die nun benötigte einfache Mehrheit. OB und Aufsichtsratschef Geselle soll diese Patt-Situation dann im dritten Wahlgang durch das ihm zustehende doppelte Stimmrecht aufgelöst und damit Faehling durchgesetzt haben.

Der Grund für diese Kampfabstimmung im Aufsichtsrat des Klinikums: Die dort vertretenen Verdi-Mitglieder hatten sich im Hinblick auf das Mitbestimmungsrecht und die künftige Zusammenarbeit lieber eine andere Kandidatin oder einen anderen Kandidaten gewünscht, hieß es aus Gewerkschaftskreisen. Gleich nach Dilcherts Ausscheiden sei die Ausschreibung der Stelle im Aufsichtsrat beantragt worden. Im Laufe der Zeit habe sich aber herauskristallisiert, dass es unterschiedliche Vorstellungen über die Neubesetzung gebe.

Ende 2021 steht nun aber fest, dass Stephanie Faehling und Michael Knapp die neue GNH-Doppelspitze bilden werden. Vorgängerin Birgit Dilchert war im Februar nach 17 Jahren als Arbeitsdirektorin und Personalvorstand der GNH in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Personalie Dilchert hatte 2004 ebenfalls für Diskussionen gesorgt. Damals war die Berufung der Verdi-Gewerkschaftssekretärin hinterfragt worden, ebenso die Höhe ihres Gehalts. Übrigens kam Dilchert nach dem aktuellen Beteiligungsbericht der Stadt Kassel im Jahr 2020 auf Gesamtbezüge von mehr als 257 000 Euro. (Von Andreas Hermann)

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