Göker über Göker-Film: "Gier frisst Hirn" hat gepasst
Kassel. Nun also doch: Mehmet Göker, Ex-Chef des ehemaligen Versicherungsvermittlers MEG, ist am Sonntag nach Kassel gekommen, um sich den Film anzuschauen, den der Filmemacher Klaus Stern über ihn gedreht hat.
Um 18.45 Uhr begann im Bali-Kino die Vorstellung des Films "Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker". Gegen 18.30 Uhr war Göker ins Kino gekommen. Er hatte sich bereits zur Premiere des Films Anfang November angekündigt, war aber nicht erschienen.
Kassel: Göker schaute sich den Göker-Film an




Rund 270 Zuschauer waren am Sonntagabend mit dabei im Kinosaal des Großen Bali, als Mehmet Göker sich zum ersten Mal die neue Dokumentation des Kasseler Regisseurs Stern anschaute. „Ja, das war schon gut dargestellt“, sagte Göker über den Film. Der Spruch „Gier frisst Hirn hat auf mich hundertprozentig gepasst“, sagte der Ex-MEG-Chef,
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der einst ein Leben in Saus und Braus geführt und mittlerweile über 20 Millionen Euro Schulden hat. Göker kündigte Sonntagabend an, am Dienstag vor dem Kasseler Amtsgericht zu erscheinen. Der 32-Jährige muss sich dann in einem Revisionsverfahren auf der Anklagebank verantworten.
Göker war im September dieses Jahres in Abwesenheit zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er 20.500 Euro Provisionsrückzahlungen, die ihm ein ehemaliger MEG-Organisationsdirektor gegeben hatte, selbst behielt. Er hätte das Geld an die MEG oder an den Insolvenzverwalter Dr. Fritz Westhelle weiterreichen müssen.
Göker hatte gegen das Urteil Revision eingelegt. Nun hat er am 22. November die Möglichkeit, sich auf der Anklagebank zu den Anschuldigungen zu äußern. (use/abg)