Pflanzen werden im Herbst ausgetauscht

Zu wenig gegossen auf Goethe-Boulevard: Welke Eiben kommen weg

Schmuddel-Hecke auf dem Vorzeige-Boulevard: Die Eibenhecken an der Goethestraße sind seit Monaten vertrocknet, wurden aber bisher nicht ausgetauscht. In der kommenden Pflanzperiode zum Herbst/Winter sollen neue Pflanzen gesetzt werden. Foto: Koch

Vorderer Westen. Der vor einem Jahr fertiggestellte Boulevard an der Goethestraße soll eigentlich Vorzeigecharakter haben. Doch seit über einem halben Jahr bietet die dort gepflanzte Eibenhecke ein tristes Bild:

Der Großteil der Pflanzen ist vertrocknet. Im Frühjahr hieß es, die eingegangenen Pflanzen würden ausgetauscht. Doch seitdem ist nichts passiert.

Nun soll sich bald etwas tun, sagte Rathaussprecher Ingo Happel-Emrich auf Anfrage der HNA: „In der bevorstehenden Pflanzperiode zum Herbst/Winter sollen die Pflanzen ersetzt werden.“ Die seinerzeit beauftragte Firma erledige dies im Rahmen der Gewährleistung – der Stadt entstünden also keine zusätzlichen Kosten.

Die Ursache für das Pflanzensterben sei inzwischen ausgemacht, sagt der Stadtsprecher: Wassermangel. Die beauftragte Firma habe die Hecke schlicht nicht ausreichend gegossen. Das Problem dürfte also bei der neuen Bepflanzung leicht in den Griff zu kriegen sein.

Giftgefahr

Durch das Intermezzo hat man in der Stadtverwaltung offenbar auch noch einmal über die Hecke nachgedacht. Nachgepflanzt werden jetzt nämlich keine Eiben mehr, sondern andere Heckenpflanzen, wie Happel-Emrich mitteilt. Denn die Nadeln und Samen der Eibe sind giftig. Daher würden Eiben auf öffentlichen Plätzen eigentlich nicht gepflanzt, erklärt der Rathaussprecher.

In den Nadeln und in den Samen der Eibe befindet sich der Giftstoff Taxin. Gerade für Kinder kann das schnell zur Gefahr werden. Nach dem Verzehr von Nadeln oder von mehr als zwei zerkauten Samen ist in der Regel eine Entgiftung nötig (Magen entleeren). Auch Tieren kann die Eibe zum Verhängnis werden.

Auf die Frage, warum man dann überhaupt Eibe auf dem Boulevard pflanzen lassen habe, sagt Happel-Emrich: „Manchmal passieren leider Fehler, die nicht sofort auffallen. Wir nutzen jetzt die Chance, dies zu korrigieren und etwas Unbedenkliches zu pflanzen.“ Welche Pflanzen das sein werden, stehe noch nicht fest.

Der Goethe-Boulevard war im Oktober vorigen Jahres nach 27-monatiger Bauzeit eröffnet worden. Sanierung und Umbau haben 8,5 Mio. Euro gekostet.

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