Goetheanlage: Stadtteilgremium fordert Alkoholverbot ab 22 Uhr

Kassel. Mit dem warmen Wetter zieht es die Menschen raus in die Goetheanlage, wo sie mitunter auch Alkohol trinken. Damit soll jetzt in dem Grünzug Schluss sein - jedenfalls ab 22 Uhr, fordert der Ortsbeirat Vorderer Westen.

Ab 22 Uhr müsse Ruhe herrschen, außerdem sollen die Besucher ihren Müll und alle Flaschen und Dosen ordentlich entsorgen.

In der „Goethe“ sorgen nächtliche Alkoholexzesse während der warmen Jahreszeit seit Jahren für Verärgerung bei den Anwohnern, die sich regelmäßig beklagen. Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD) berichtete, seine Versuche, das Problem in persönlichen Gesprächen mit den jugendlichen Feiernden zu lösen, seien erfolglos geblieben.

Jetzt berichtete wieder ein Sitzungsbesucher, dass die Situation unerträglich sei, man finde keinen Schlaf, könne keine Fenster öffnen. Es müsse sofort Abhilfe geschaffen werden, forderte er. Zuvor hatten der Ortsbeirat und Uwe Schwarz vom Ordnungsamt über die Möglichkeit diskutiert, die Goetheanlage generell zur Alkoholverbotszone zu machen. Dazu berichtete Schwarz, solche Alkoholverbotszonen, etwa am Bebelplatz oder auf dem Wesertorplatz, hätten sich sehr bewährt. Er räumte aber ein, dass die Umsetzung und die Kontrolle einer Alkoholverbotszone, die als solche mit einem Schild ausgewiesen werde, schwierig seien.

Auch der Ortsbeirat will kein generelles Alkoholverbot für die „Goethe“. Der Auffassung von Ortsbeiratsmitglied Steffen Müller (Grüne), bei dem Alkoholproblem handele es sich um eine „saisonale Jugenderscheinung“, widersprach Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD) nachdrücklich. „Wir sind nicht nur die Vertreter der Jugendlichen, sondern auch der Anwohner und ihrer berechtigten Interessen“, stellte Rudolph klar. Anstelle einer Alkoholverbotszone wünscht sich der Ortsbeirat eine Parkordnung. Die Stadt möge die rechtlichen Voraussetzungen hierfür prüfen. In einer Parkordnung, die auch den Stadthallengarten einbeziehen müsste, sollten Alkoholkonsum, Ruhezeiten und Sauberkeit geregelt werden.

Von Sabine Oschmann

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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