Auf Goethestraße sollen sich Autos und Tram Fahrspur teilen

Kassel. Nächste Woche kommt der Kampfmittelräumdienst und untersucht den Untergrund an der Germaniastraße und der Goethestraße auf Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Dafür werden tageweise einige Parkplätze am Straßenrand gesperrt.

Diese Vorarbeiten sind der sichtbare Auftakt für die Umgestaltung eines ganzen Quartiers. Bis Ende 2013 soll die Verbindung von der Friedrich-Ebert-Straße bis zur Wilhelmshöher Allee sicherer und attraktiver werden.

Mehr Sicherheit: Heute ist die Kreuzung Querallee / Goethestraße ein unübersichtlicher Unfallschwerpunkt. Das soll sich durch Ampeln und die Verlagerung der Fahrspuren ändern. Die Straßenbahn-Haltestellen in diesem Bereich werden modernisiert und kommen an den Fahrbahnrand. Zwei zusätzliche Fußgängerampeln sind vorgesehen.

Attraktivere Gestaltung: Die Goethestraße wird stadtauswärts auf der rechten Seite (Ulenspiegel, Boccaccio, Chacha) zu einer 13 Meter breiten Promenade. So sah es hier früher schon einmal aus. Autos und Straßenbahn sind auf der anderen Seite unterwegs. Radfahr- und Fußwege gibt es auf beiden Seiten. Die Bauarbeiten beginnen nach Angaben von Baurat Dr. Joachim Lohse am Montag, 4. Juli. Bis zum Dezember verlegen die Städtischen Werke Leitungen für Gas, Wasser und Strom. Der Kasseler Entwässerungsbetrieb (KEB) erneuert in diesem Zeitraum mehrere Kanäle.

So soll die Goethestraße einmal aussehen: Die Computergrafik zeit die Perspektive vom ehemaligen Finanzamt in Richtung Querallee. Autos und Tram teilen sich die Straße, links ist die Promenade zu sehen.

Die Germaniastraße und die Goethestraße werden mehrere Monate nur stadtauswärts zu befahren sein. Die Kreuzung Querallee/Goethestraße ist von August bis Dezember gesperrt. Die eigentliche Umgestaltung der Straßen beginnt im April 2012. Die Planer haben ihren ursprünglichen Entwurf so überarbeitet, dass sich die Zahl der Parkplätze lediglich von 219 auf 213 verringert. Der Umbau wird nach Angaben von Joachim Lohse 8,5 Millionen Euro kosten. Die Stadt hat Fördermittel beantragt, die bereits in Aussicht gestellt sind. Sie können mehr als 80 Prozent der Bausumme betragen.

„Bis Ende 2013 müssen wir fertig sein, das ist Voraussetzung für die Förderung“, sagt Lohse. Ziel sei es, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Für Anwohner, aber auch für die Gastronomie, die ihre Außenbereiche ausdehnen kann. Das Pflaster der Straße soll durch Asphalt ersetzt werden. Dadurch werde es leiser, sagt Verkehrsplaner Markus Funke.

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