Gräben sind nun Straßen

Freut sich, ihre Werke zu zeigen: Marianne Müller, eine gebürtige Schwedin, stellt ihre Kunstwerke im 1. Stock des Hauses aus.

Süsterfeld-helleböhn. „Hier auf dem Foto sind ja sogar meine Eltern zu sehen“, sagte Christa Pönisch und lachte über das alte Foto. „Und dort oben ist unser Metzger von früher. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht“, wunderte sich die gebürtige Helleböhnerin.

Gestern Nachmittag wurde im Olof-Palme-Haus das Stadtteilprogramm im Rahmen der 1100-Jahrfeier Kassels durch Bürgermeister Jürgen Kaiser eröffnet. Alte Fotos, Dokumente und Zeitungsartikel zeigen den Werdegang der Süsterfeldsiedlung. „So können sich die Bewohner ein eindrückliches Bild der Entstehung ihres Stadtteils machen“, sagte Gudrun Frankenberger (Ortsbeiratsmitglied der SPD-Fraktion).

Neben der Siedlergemeinschaft zeigt auch die Dreifaltigkeitskirche ihre Entstehung. In einem Film sieht man die Grundsteinlegung und die Errichtung der Kirche 1962. Etwa 120 Gäste kamen, um die Ausstellungseröffnung zur Stadtteilentwicklung mitzuerleben. Das Mandolinenorchester unter Leitung von Manfred Streckenbach sorgte für die musikalische Untermalung. Auch Günter und Linda Lenke waren gekommen. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich die Zeit gewandelt hat. Auf den Fotos sind noch Gräben, wo heute Straßen sind“, staunte Linda Lenke.

Im ersten Stock des Hauses sind Werke von Bürgern des Stadtteils zu sehen. So auch von der Schwedin Marianne Müller: „Es freut mich, dass hier so viele Menschen kommen, um meine Bilder zu sehen“, sagte die 83-Jährige. Ortsbeiratsmitglied und Organisator der Ausstellung Wolfgang Schwieder (SPD) ist zufrieden mit dem Ergebnis. „Anfang 2012 haben wir mit der Organisation angefangen“, sagte er. Das große Interesse der Bürger freut ihn besonders.

Die Ausstellung zur Stadtteilentwicklung ist bis zum 21. August jeweils von 14 bis 19 Uhr zu sehen.

Von Carolin Hartung

Stadtteilfest in Helleböhn

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