Grausiger Fund in der Fulda: Angler finden mit Backsteinen versenkten Hund

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Toter Hund in Tasche: Zwei Angler fanden am Samstag in der Fulda eine Tasche mit einem toten Tier.

Kassel. Eigentlich wollte André Hell (29) am Samstag einen schönen Angelausflug mit seinem Freund unternehmen. Dabei machten die beiden Kasseler dann aber einen grausigen Fund: Im Uferbereich der Fulda zwischen Grauer Katze und Kragenhöfer Brücke entdeckten sie in einer Reisetasche einen toten Hund.

Von ihrem Boot aus hätten sie die große olivfarbene Tasche im Wasser unter einem Gebüsch entdeckt, erzählt André Hell. Erst auf dem Rückweg hätten er und sein Freund sich dann entschieden nachzusehen, was sich darin befindet. „Vorher haben wir uns noch scherzhaft unterhalten, ob Geld drin ist.“ Was sie dann sahen, als sie den Reißverschluss öffneten, fanden die beiden jungen Männer, die selbst Hundebesitzer sind, nicht mehr zum Spaßen. „Wir habe eine Hundepfote gesehen, und es hat abartig gestunken aus der Tasche“, schildert der 29-Jährige.

Wer kennt den Besitzer?

Daraufhin hätten sie die Tasche, die sehr schwer gewesen sei, wieder verschlossen und mit einem Seil hinter dem Boot hergezogen bis zu einer Stelle, wo sie anlegen konnten. Dann riefen sie die Polizei. Die Beamten hätten die Tasche dann ganz geöffnet und den toten Hundekörper sowie einen großen grauen Backstein darin gefunden. „Der Hund hatte strubbeliges Fell und war schwarz mit einigen weißen Tupfen“, sagt der Kasseler. Genauer habe er allerdings nicht hingesehen, weil der Verwesungsgeruch so stark gewesen sei. Der Fund habe ihn und seinen Freund noch länger beschäftigt, sagt Hell. „Man fragt sich natürlich, ob der Hund getötet wurde.“

Dieser Frage wird jetzt die Polizei nachgehen. Ermittelt werde wegen Verdachts der Tötung eines Wirbeltiers, sagt Polizeisprecherin Sabine Knöll. Das sei ein Straftatbestand nach dem Tierschutzgesetz und könne mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden. Außerdem liege ein Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz vor.

Der tote Hund war zunächst in die Kaufunger Tierklinik gebracht worden, die Kasseler Staatsanwaltschaft ordnete dann die Vernichtung des Kadavers an. Weil der Hund keinen Chip trug, keine Tätowierung oder sonstige Erkennungsmerkmale vorhanden waren, wisse man nicht, wem das Tier gehörte, sagt Polizeisprecherin Knöll. Deshalb hoffe man auf Zeugenhinweise.

Das Tier habe längeres, schwarzes Fell gehabt und sei ausgewachsen gewesen (etwa 50 Zentimeter hoch und 80 Zentimeter lang). Die olivfarbene Leinentasche sei laut Etikett von der Firma „reila Lederwaren GmbH“ im Jahr 2001 hergestellt worden.

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561/91 00.

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