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Grellgelbe Sonnen-Tram rollt während der documenta durch Kassel

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Von: Jörg Steinbach

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Soll in Kassel für die Nutzung von Sonnenenergie werben: Die von der Kasseler Grafikerin Doris Gutermuth gestaltete Sonnen-Tram. Die Straßenbahn der KVG wird während der documenta drei Monate durch die Stadt fahren. Der hier gezeigte Entwurf der Künstlerin wird noch verändert, weil die Fensterflächen der Tram auf Wunsch der KVG frei bleiben sollen. Grafik: Atelier Doris Gutermuth

Kassel. Eine Sonnen-Tram soll während der documenta 14 vom 10. Juni bis 17. September durch Kassel rollen und für die Nutzung von Sonnenenergie werben.

Die Straßenbahn der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) wird von der Märchenillustratorin Doris Gutermuth künstlerisch gestaltet.

25 000 Euro sind nötig, damit die Idee der Kasseler Grafikerin in die Tat umgesetzt werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) unterstützt die Sympathie-Offensive und Werbe-Kampagne für die Sonnenenergie. Das Vorhaben soll über Spenden finanziert werden. Eine bundesweite Spendensammlung wurde unter den 2500 Mitgliedern und Mitgliedsunternehmen der DGS bereits gestartet. Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass die benötigte Summe zusammenkommt.

Unter dem Motto „Jedem Märchen seine Sonne“ soll die Sonnen-Tram auf dem Kasseler Schienennetz vor internationalem Publikum unterwegs sein. Die documenta rechnet in diesem Jahr damit, dass annähernd eine Million Menschen die Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Kassel besuchen.

Doris Gutermuth wird die Straßenbahn mit Märchensonnen und Zebrastreifen-Märchenbildern gestalten. Die

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Doris Gutermuth

Bilder-Bordüre ist am unteren Rand der Tram platziert, nahe am Asphalt der Straße, auf der die Zebrastreifen-Märchenszenen spielen. Mit diesen Illustrationen zu den 211 Märchen der Brüder Grimm ist die Künstlerin in Kassel bekannt geworden. Jedem Märchen widmet sie entsprechend seiner Länge eine spezielle Anzahl von Einzelbildern, die jedes Märchen detailreich schildern. Bisher gibt es bereits 8500 solcher Bilder, deren Reinzeichnung als langjähriges Kunstprojekt angelegt ist.

Mit ihren Märchensonnen will die Künstlerin eine Brücke zum Thema Sonnenenergie schlagen. Die Energiewende brauche angesichts der düsteren Szenarien des Klimawandels dringend neue Schubkräfte. Um mehr Aufmerksamkeit und Akzeptanz zu erreichen, müsse die Solar-Branche neue Wege gehen. Bisherige Kampagnen setzten auf technische Informationen, um möglichst viele Menschen von der Notwendigkeit der Nutzung von Sonnenenergie zu überzeugen.

Über die Technik-Kampagnen und die verstandesmäßige Überzeugungsarbeit hinaus will die Märchen-Illustratorin mit ihrer Sonnen-Tram auch die Seelen der Betrachter erreichen und mehr Begeisterung für die Sonnenenergie entfachen.

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