Vorwurf, zu wenig zu kontrollieren zurückgewiesen

Grillverbot: Stadt Kassel stellt kaum Verstöße fest

Kassel. Beim Grillen gehen in Kassel nach diesem ersten Feuer-Verbotswochenende die Ansichten auseinander. 

Während unsere Zeitung am Samstag und Sonntag eine Reihe dennoch grillender Menschen gesehen und mit einigen auch gesprochen hat, betonte die Stadt am Montag, es seien kaum Verstöße festgestellt worden. Die Besucher der Park- und Grünanlagen hätten sich sehr einsichtig gezeigt und an das Verbot gehalten.

In diesem Zusammenhang hat Stadtsprecher Claas Michaelis am Montag auch die Vorwürfe vieler Leser und Kommentatoren auf HNA.de zurückgewiesen, die Stadt Kassel würde das Feuer- und Grillverbot nicht ausreichend kontrollieren und Verstöße zu wenig ahnden.

Nach seinen Angaben waren am Samstag neun Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Stadtgebiet vom Vormittag bis in die Nacht im Einsatz. Neben den zahlreichen anderen Einsätzen – Trinker- und Drogenszene, Kontrollen in der Innenstadt, Einsatzlage rund um die 90-er Party im Auestadion – hätten diese Mitarbeiter auch kontrolliert, ob das Verbot von offenem Feuer in den Park- und Grünanlagen eingehalten worden sei. 

„Aschrottpark, Tannenwäldchen, Goetheanlage, Stadthallengarten, Beckett-Anlage und Nordstadtpark wurden mehrfach kontrolliert“, berichtete Michaelis. Dabei sei festgestellt worden, dass sich die Besucher an das Verbot gehalten hätten. Die Ordnungsamtsmitarbeiter hätten keine kostenpflichtigen Verwarnungen aussprechen müssen. „Es war ausreichend, die Besucher auf die Brandgefahr hinzuweisen.“

Zwölf Verwarnungen

In den Abendstunden sei auch das Buga-Gelände kontrolliert worden. Dort wurden zwölf Personen verwarnt. Offenes Feuer wurde nach den Verwarnungen gelöscht.

Am Sonntag wurden die Kontrollen fortgesetzt, so Stadtsprecher Michaelis. Bis auf eine Ausnahme hätten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes keine Verwarnungen aussprechen müssen. Besucher der Parkanlagen hätten sich sehr einsichtig gezeigt.

„Auch heute und in den nächsten Tagen werden die Kontrollen fortgesetzt“, kündigte Michaelis an. Wie berichtet, können Verstöße mit Verwarnungen ab 35 Euro bis hin zu Bußgeldern in Höhe von 5000 Euro geahndet werden. Die Stadt setze aber bei dem Grill- und Feuerverbot auch auf die Einsicht und der Bürger. Es sei unmöglich, dass die Ordnungsamtsmitarbeiter überall und gleichzeitig im Stadtgebiet kontrollieren. Alle seien daher gefordert, angesichts der Trockenheit und der Brandgefahr auf offenes Feuer und Grillen zu verzichten.

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