Drohender Rechtsstreit: Liegt jetzt das Grimm-Museum für Jahre auf Eis?

Grimm-Welt (Entwurf): So könnte sie einmal aussehen, geht es nach den bisherigen Plänen.

Kassel. Die Stadt will das Bürgerbegehren als unzulässig ablehnen, mit dem die Initiative „Rettet den Weinberg“ einen zweijährigen Aufschub für den Museumsbau auf dem Weinberg anstrebt. Die Bürgerinitiative hat in diesem Fall schon mit einer Klage gedroht - die den Bau um Jahre zurückwerfen könnten.

Das sieht eine Vorlage aus dem Dezernat von Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen (SPD) vor, mit der sich der Magistrat am Montag befassen wird. Die Bürgerinitiative hat bereits eine Klage für den Fall der Ablehnung angekündigt. Sie will auch erreichen, dass die Planung bis zur Entscheidung des Gerichts ruht, damit keine Fakten geschaffen werden. Dies könnte den Bau des Grimm-Museums weit zurückwerfen und die EU-Förderung in Höhe von sechs Millionen Euro gefährden.

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Aus Sicht der Stadt kommt das Bürgerbegehren über ein Jahr zu spät. Sie führt in ihrer Begründung auch die bereits entstandenen Planungskosten und den drohenden Verlust der EU-Förderung an. Das Regionalmanagement drängt unterdessen auf einen zügigen Bau der Grimm-Welt auf dem Weinberg. „Wir dürfen uns die damit verbundenen Chancen für Kassel und die gesamte Region nicht entgehen lassen“, sagt Regionalmanager Holger Schach.

Grimm-Museum: Entwürfe für den Neubau

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Am kommenden Donnerstag befasst sich der Rechtsausschuss mit dem Thema. Die endgültige Entscheidung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens treffen die Stadtverordneten am 27. August. (els)

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