Geld für Planung - Land: EU-Förderung nur jetzt sicher

Nur für Planung: Grimm-Welt hat schon eine Million Euro gekostet

Kassel. Für die Grimm-Welt auf dem Weinberg sind bereits knapp eine Million Euro an Planungskosten angefallen. Darunter fallen 280.000 Euro für den Architektenwettbewerb, 330.000 Euro für Gutachten und 100.000 für die Machbarkeitsstudie Grimm-Welt.

Die Kosten der Verwaltung schätzt die Stadt auf 250.000 Euro. Insgesamt wird die Grimm-Welt mit ihrer zeitgemäßen Präsentation von Leben und Werk der Märchenbrüder und Sprachforscher 20 Mio. Euro kosten. Die reinen Baukosten sind mit 9,5 Mio. Euro veranschlagt - ohne Grundstückserschließung und Architektenhonorare.

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Angesichts der von Hessens Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) entfachten Standortdebatte hat Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) den Bau auf dem Weinberg verteidigt. Nach über zehnjähriger Vorlaufzeit und dem Abschluss des Wettbewerbs werde der Auftrag nun vergeben, bekräftige er im Ausschuss für Stadtentwicklung. „Wir als Magistrat sind beauftragt, das Projekt umzusetzen.“ Eile sei auch wegen der EU-Förderung geboten. Dies hatte die Ministerin bestritten. Die Stadt erwartet sechs Mio. Euro aus dem europäischen Strukturfonds Efre für 2007 bis 2013.

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„Die Fördermittel stehen nur aus dieser Programmperiode zur Verfügung“, bestätigte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage. Das Projekt müsse spätestens Ende 2014 abgeschlossen und bis 2015 vollständig abgerechnet sein. Eine Verlängerung der Frist sei definitiv ausgeschlossen - auch bei begründeter Bauverzögerung. „Werden die Mittel nicht fristgerecht verwendet, verfallen diese.“

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In welcher Höhe in einem Efre-Folgeprogramm für 2014 bis 2020 dem Land Hessen wieder EU-Mittel zur Verfügung gestellt würden und ob touristische Infrastrukturvorhaben erneut förderfähig seien, könne derzeit nicht gesagt werden. „Diese Frage kann frühestens Ende 2013, Anfang 2014 beantwortet werden.“ (els)

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