Am ersten Öffnungstag der Grimmwelt gab es viele zufriedene Besucher

Großer Andrang am ersten regulären Öffnungstag in der Grimmwelt: Am Sonntagmorgen bildeten sich erneut Warteschlangen am Eingang. Am Empfangstresen kauft Lars Köthe für 20 Euro eine Familien-Eintrittskarte. Links neben ihm Tochter Elli (9). Fotos: Koch

Kassel. Großer Andrang herrschte am ersten regulären Öffnungstag in der Grimmwelt: Am Sonntagmorgen bildeten sich Warteschlangen am Eingang. Die Besucher waren dennoch sehr zufrieden.

„Wir hatten die Illusion, dass die Grimmwelt am Sonntagmorgen um 10 Uhr etwas leerer ist als zur Museumsnacht“, sagt Brit Mollenhauer aus Kassel, die mit Mann und den Söhnen Nikolas (3) und Benedikt (7) auf den Weinberg gekommen war, um das neue Ausstellungshaus zu besichtigen. Von wegen leer. Zwar gab es am Sonntag keine langen Wartezeiten mehr, aber Schlangen bildeten sich an der Kasse dennoch.

Mit lebendigem Interesse, Vorfreude und großer wohlwollender Erwartungshaltung waren am ersten Öffnungstag Tausende zur Grimmwelt gekommen, nachdem sich hier bereits während der Nacht zuvor Menschenmassen tummelten. Allein 10 000 besuchten am Wochenende das imposante Dach des Gebäudes und hielten sich trotz der kühlen Witterung im Weinbergpark auf.

Es waren viele Menschen aus der Region gekommen, aber auch eine auffallend große Zahl an auswärtigen Gästen. Darunter sogar die ersten Besuchergruppen wie die Kegelfreunde „Sturer Pinn“ aus Olpe, die sich von Grimmwelt-Mitarbeiterin Julia Ronge begeistert durch die Ausstellung führen ließen.

„Das ist eine sehr ansprechende Architektur“, sagt auch Vanessa Köthe aus Göttingen und zückt ihr Handy zum Fotografieren. Eine kleine Ewigkeit hält sie sich schließlich mit Ehemann Lars und den Töchtern Elli (9) und Mia (5) im Haus auf. „Hier kann man ewig herumlaufen, hier kommt einfach keine Langeweile auf“, sagt Elli, während ihre kleine Schwester Mia von einem ungewöhnlichen Ausstellungsstück nach dem anderen magisch angezogen wird. Gerade beugt sich die Fünfjährige über ein Riesen-Tintenfass. Es soll die Menge der von den Brüdern Grimm im Laufe ihres Lebens verbrauchten Tinte versinnbildlichen: Es sind geschätzte 207 Liter, die durch die insgesamt 520 000 Stahl- und Gänsefedern der Sprachwissenschaftler geflossen sind. Gebannt stehen die Schwestern mit ihrer Mama auch vor Schneewittchens Spiegel, der so schön schmeichelt, dass jeder Besucher mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus dem Spiegel-Kabinett herauskommt.

Am Montag, ist das Haus regulär geschlossen und Grimmwelt-Chefin Susanne Völker und ihr zehnköpfiges Mitarbeiter-Team können nach diesem Mammut-Wochenende erst einmal Atem holen, bevor sie am Dienstag um 10 Uhr auf dem Weinberg in die erste Woche starten.

Informationen: grimmwelt.de

Eröffnung der Grimmwelt

Erste Einblicke in die Grimmwelt Kassel

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