Auf der Baustelle gibt es keine Winterpause

Grimm-Welt auf dem Weinberg: Museumsbau geht voran

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Auf dem Weinberg-Balkon über der Südstadt entsteht das neue Grimm-Museum. Zwei Untergeschosse im Boden sind bereits so gut wie fertig. Wegen der milden Witterung konnte durchgebaut werden, im Sommer 2015 soll die Grimm-Welt fertig sein.

Kassel. Das milde Wetter lässt die Grimm-Welt wachsen. Mit dem Museumsneubau auf dem Weinberg geht es gut voran, weil die Bauarbeiter nach dem ersten Spatenstich am 22. August 2013 bisher keine Winterpause einlegen mussten.

„Wir konnten durchgehend bauen, haben nur an einem Tag mal etwas Schnee räumen müssen“, berichtet Bauleiter Diethelm Haase.

Weil die Winterbaustelle läuft, sei der Rohbau perfekt im Zeitplan, erklärte Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) den Stadtverordneten vor kurzem im Ausschuss für Stadtentwicklung. 65 Prozent der Aufträge seien bereits vergeben, auch mit den Kosten sei man voll und ganz im Plan, sagte Nolda.

Dies auch deshalb, weil man das Gebäude aus Kostengründen geringfügig verkleinert und zudem im Eingangsbereich Änderungen vorgenommen habe, um Mehrkosten zu vermeiden.

Das neue Grimm-Erlebnishaus auf dem Weinberg soll 20 Millionen Euro kosten. Acht Millionen Euro werden als Zuschuss von der Europäischen Union und vom Land Hessen kommen.

Auch das Kasseler Unternehmen K+S unterstützt den Museumsbau mit einer großzügigen Spende. Nach unbestätigten Informationen der HNA könnte es sich bei der Fördersumme aus dem Haus K+S um eine halbe Million Euro handeln.

Mehr zur Grimm-Welt lesen Sie im Regiowiki

Die Untergeschosse zwei und drei im Boden sind nach Angaben von Bauleiter Haase weitgehend fertiggestellt. Am Untergeschoss eins, das teilweise aus dem Boden herausragt, wird derzeit gearbeitet, erste Wände sind bereits betoniert. Haase ist optimistisch, dass kein Wintereinbruch mehr droht: „Ich gehe davon aus, dass wir weiter durchbauen können.“ Schon kurz nach dem Baustart waren aus der Baugrube erste Fundstücke wie Kronleuchterkristalle zutage gefördert worden, die vermutlich ein Relikt der alten Henschelvilla sind, die die Industriellenfamilie 1932 abreißen ließ. Die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt hatte einen Archäologen beauftragt, die Erdarbeiten zu begleiten und Fundstücke zu sichern. Über die Ergebnisse will die Stadt noch berichten.

Im Sommer 2015 soll die neue Grimm-Welt eröffnet werden. Dann wird das alte Grimm-Museum an der Schönen Aussicht schließen.

Von Jörg Steinbach 

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