Verbindung zur documenta

Grimmwelt hat neues Design - Logo spiegelt Architektur wider

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Grimmwelt

Kassel. Der Bau der Grimmwelt schreitet gut voran. Doch nicht erst zur geplanten Eröffnung Mitte nächsten Jahres, „wollen wir anfangen, über die Grimmwelt zu sprechen“, kündigte Oberbürgermeister Bertram Hilgen viele Häppchen an, die Appetit machen sollen auf die Grimm-Erlebniswelt auf dem Weinberg.

Als erstes präsentierte die Stadt am Dienstag im Rathaus das bei einem Wettbewerb ausgewählte Logo.

Zwölf Agenturen seien dazu angeschrieben worden, unter den letzten Vieren sei auch ein Büro aus Kassel gewesen, erläutert Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier. Den Zuschlag erhielt das Frankfurter Büro Heine/Lenz/Zizka. Rhiemeier: „Das Design ist markant und gut zu verstehen.“

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„Grimm Welt Kassel“ heißt es da in dreizeiligen Großbuchstaben, fortgesetzt mit schwarzen oder auch farbigen Längsbalken, die gemeinsam das Logo ergeben. Gestaltungsbeispiele zeigen die Möglichkeiten des Entwurfs, der dreidimensional beispielsweise die Lamellenstruktur in der Ausstellungsgestaltung aufgreifen soll, wie Agentur-Geschäftsführer Finn Sienknecht erläutert. Und er lasse Raum zur individuellen Interpretation, sagte die Projektleiterin der Grimmwelt, Susanne Völker. So könne man die Balken als Bäume oder Märchenwald, als Buchrücken oder auch als Ordnungsstruktur im Sinne des Grimm´schen Wörterbuchs sehen.

Wichtig sei zum einen der sprachwissenschaftliche Aspekt, ergänzte Sienknecht. Doch jenseits des geschriebenen Wortes gebe es eine nicht greifbare Welt. So sei es wichtig, dass auch das Erkennungszeichen der Grimmwelt beweglich bleibt und deutlich macht, dass es bei der Betrachtung des Werkes der Grimms nicht nur um historische Aspekte, sondern und ein ganz aktuelles Thema geht. Dabei sei es auch wichtig, die Verbindung des Wirkens der Brüder Grimm mit der documenta zu verdeutlichen, betont Hilgen. So wird das documenta-Kunstwerk „Random Reading“ des Künstlers Ecke Bonk zur deutschen Sprache auf dem Weinberg ausgestellt. Und auch der chinesische Künstler Ai Weiwei, der sich an der documenta 12 mit dem Projekt „Fairytale“ (Märchen) beteiligte, habe angekündigt, ein Werk für die Grimmwelt zu schaffen. (hei)

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