Erlebnishaus auf Weinberg

Start frei für Grimmweltbau - "beträchtliche Geldsumme" von K+S

Baustelle: Die Baugrube für die Grimmwelt auf dem Weinberg ist fertig ausgehoben. Demnächst wird hier die Bodenplatte für das Gebäude entstehen. Foto: Koch

Kassel. Jetzt kann es mit dem Bau der Grimmwelt losgehen. Die Bauarbeiter stehen in den Startlöchern, um dem neuen Erlebnishaus auf dem Weinberg konkret Gestalt zu verleihen.

Nach Auskunft von Projektleiterin Susanne Völker wird in den nächsten Tagen die Bodenplatte für das Gebäude gegossen. Danach werden schon bald die ersten Außenmauern sichtbar.

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Just zum Zeitpunkt, als die Baugrube für die Grimmwelt Kassel fertig ausgehoben war, richtete Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Mittwoch im Schlösschen Bellevue ein großes Dankeschön an den Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens K+S, Norbert Steiner. Mit einer „namhaften Sponsoringsumme“, so heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt, wird das Projekt Grimmwelt von der K+S Aktiengesellschaft unterstützt.

In Hinblick auf die angespannte wirtschaftliche Situation des im Deutschen Aktienindex (Dax) verzeichneten Unternehmens, das unlängst ein Millionen schweres Sparprogramm aufgelegt hat, wollte Steiner den Geldbetrag nicht benennen. Nach nicht bestätigten Informationen der HNA könnte es sich bei der Fördersumme durch K+S um eine halbe Million Euro handeln.

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Oberbürgermeister Hilgen bezeichnete K+S als „großzügigen Unterstützer“. betonte aber zugleich, dass die Finanzierung der Grimmwelt in Höhe von 20 Millionen Euro unabhängig von der K+S-Spende gesichert sei. Acht Millionen Euro kommen aus EU- und Landestöpfen.

Steiner erklärte, dass er Hilgen die Zusage, die Grimmwelt zu unterstützen, per Handschlag bereits vor zwei Jahren gegeben hatte. Auch wenn er heute in Hinblick auf das Unternehmen „nicht ganz frei von Sorgen“ sei und sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens „weniger gut entwickelt“ habe als zum Zeitpunkt der Zusage, stehe er zu seinem Wort. K+S gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbietet von Düngemitteln.

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Die Förderung von Kultur in der Region sei dem Unternehmen ein besonderes Anliegen. Bei der K+S-Gruppe und den Brüdern Grimm handele es sich um zwei „Global Player“ mit starken regionalen Wurzeln in Kassel, sagte Steiner: „Wir müssen immer die Internationalität im Auge behalten.“ In aller Welt werde K+S oft mit den Grimms in Zusammenhang gebracht. Das verpflichte, sagte Steiner.

Mit der Eröffnung der Grimmwelt 2015 wird das Brüder-Grimm-Museum an der Schönen Aussicht schließen. Exponate und Dauerausstellung werden teilweise in die Grimm-Welt integriert.

Von Christina Hein

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