Neuer Raum für Tagungen

Brüder-Grimm-Museum wird bis Ende 2016 für 2,1 Millionen Euro umgebaut

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Repräsentativ: Das Palais Bellevue, in dem zurzeit noch das Brüder-Grimm-Museum untergebracht ist, wird zu einem Tagungszentrum ausgebaut.

Kassel. Das Palais Bellevue an der Schönen Aussicht wird bis Ende 2016 zu einem modernen Veranstaltungs- und Tagungszentrum umgebaut. An den Gesamtkosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro wird sich das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung mit 670.000 Euro aus Landesmitteln beteiligen.

Der entsprechende Bewilligungsbescheid ist jetzt im Kasseler Rathaus angekommen. Der Landeszuschuss sind Hessentagsmittel, außerdem stammen aus diesem Topf weitere 2 Millionen Euro für die zurzeit auf dem Weinberg entstehende Grimmwelt Kassel sowie 700.000 Euro für die Erweiterung des Stadtmuseums, erklärte Kassels Kulturamtschefin Dorothée Rhiemeier.

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Wie es in einer Pressemitteilung aus Wiesbaden heißt, werde die Stadt Kassel mit dem neuen Angebot eines Tagungszentrums im Palais Bellevue „ihre Anziehungskraft für nationale und internationale Gäste weiter erhöhen“ und ein Zentrum mit einem geschichtlichen Hintergrund von Weltrang bekommen.

Das Palais Bellevue ist eines der letzten Gebäude im Stadtgebiet, das in seiner Gesamtheit eine historische Bausubstanz und Ausstattung besitzt, die in allen Teilen erhalten geblieben ist. Bis in das Jahr 2015 ist hier das städtische Brüder-Grimm-Museum untergebracht. Danach wird das Erbe der Brüder Grimm in der neuen Grimmwelt Kassel präsentiert. Das Palais Bellevue soll danach bis 2016 zu einem Veranstaltungs- und Tagungszentrum umgebaut werden. Dafür sind nach Schließung des Museums größere Umgestaltungsarbeiten im Haupthaus sowie aufwendige Umbaumaßnahmen in der sogenannten Remise, die für diesen Zweck grundlegend geändert werden muss, erforderlich.

Es sollen acht unterschiedlich große Räume im ersten und zweiten Geschoss entstehen. Sie sollen von 200 Personen zeitgleich benutzt werden können. Das dritte Geschoss mit ebenfalls vier Räumen bietet sich für Büroflächen an. In der angrenzenden Remise werden neben einem 100 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal die sanitären Einrichtungen untergebracht. Die Remise kann dann für kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Vorträge genutzt werden.

Wie bereits berichtet, soll das Palais Ende 2014 an die Tagungszentrum-GmbH (TSK), ein Tochterunternehmen der Stadt, verkauft werden.

Von Christina Hein

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