Nächste Woche wird Dach des Baus auf Weinberg abgedichtet – Naturstein abgesegnet

Grimms Rohbau ist fast fertig

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Arbeit an der Grimmwelt geht zügig voran: Derzeit werden die letzten Arbeiten an der Rohbaudecke abgeschlossen, ab der kommenden Woche wird das Gebäude eingerüstet. Nach Pfingsten werden dann die Natursteine montiert. Fotos: Koch

Kassel. Die Arbeiten an der Grimmwelt auf dem Weinberg gehen gut voran. „Die Rohbaudecken wurden heute fertiggestellt“, sagt Hochbauamtsleiter Axel Jäger. In der nächsten Woche soll, sofern das Wetter mitspielt, dann der Dachdecker kommen und Dichtungsplanen verlegen.

Für den 18. Juni ist dann das Richtfest für den Museumsbau geplant. Auch wenn die Dachkonstruktion nicht wie bei einem traditionellen Richtfest aus Holz, sondern aus Beton ist, sagte Jäger.

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In den vergangenen Tagen brachte die Firma Lauster Steinbau aus Stuttgart testweise schon mal eine Musterfassade an einer Ecke des Museums an. „Das Ergebnis war positiv“, sagt Jäger.

In der Form sollen die Steine dann auch am restlichen Gebäude in der Woche nach Pfingsten angebracht werden. Die Testecke wurde vorerst aber wieder abgenommen.

Testlauf: An einer Ecke der Grimmwelt war kurzzeitig die spätere Natursteinfassade bereits zu sehen. Diese war aber nur testweise angebracht und ist vorerst wieder entfernt worden.

Der Stein trägt den Namen „Gauinger Travertin“. Laut der Internetseite der Firma handelt es sich dabei um einen hellen Süßwasserkalkstein mit weiß-bräunlicher Farbe. Weitere Eigenschaften: frostresistent und beständig. Gebrochen wird er im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg. Er finde es aus ökologischen und sozialen Gesichtspunkten wichtig, dass der Stein nicht aus fernen Ländern importiert werden müsse, sondern aus Deutschland komme, sagte Jäger.

Ist das Dach dicht und sind Böden und Stromkabel verlegt, kann der Innenausbau beginnen. In Kürze sollen die Arbeiten ausgeschrieben und im Herbst dann vergeben werden, sagte Jäger. Dann sollen beispielsweise Vitrinen und sanitäre Anlagen auf- und eingebaut werden. Dabei bewege man sich immer noch im Budget von 20 Millionen Euro, sagt Jäger. „Bisher ging nichts schief, wir haben den Zeitplan eingehalten.“ Geht es so weiter, kann die Grimmwelt im Sommer 2015 eröffnet werden.

Die Besucher erwartet dann eine 1600 Quadratmeter große Ausstellungsfläche. Wie Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier Anfang April erklärte, soll die Ausstellung Informationen transportieren, emotional ansprechen und in Welten eintauchen lassen. Medieninstallationen sollen dabei häufiger eingesetzt werden.

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