Gesellschaft beschreitet neue Wege bei Präsentation des Wirkens der Märchenbrüder

Die Grimms gehen auf Tour

Grimm-Fan: Drei Jahre zeigte Hubert Rühlmann Lithografien zu Märchen der Brüder Grimm in seiner Praxis, wie hier „Dornröschen“ von Paul Hey, die um 1910 entstand. Foto: Konrad

Kassel. „Grimm auf Tour“ - so heißt die neue Veranstaltungs- und Präsentationsform, mit der die Kasseler Brüder-Grimm-Gesellschaft das Wirken von Jacob und Wilhelm Grimm für ein breites Publikum erschließen will. Heute fällt der Startschuss.

Zusammen mit Unternehmen, Geschäften, Gaststätten, Hotels und Arztpraxen in Kassel und Umgebung sollen laut Dr. Bernhard Lauer, Leiter des Brüder-Grimm-Museums und Geschäftsführer der Grimm-Gesellschaft, einzelne Themen aus dem Leben und Wirken der Brüder dargestellt werden. Die Themen werden etwa in einem Schaufenster, einer Auslage, einer Vitrine oder in einem Empfangsbereich präsentiert. „Man darf keine Berührungsängste haben und muss auch als literarische Gesellschaft neue Wege gehen“, sagt Lauer.

Im Zentrum stehen zum einen Orte, an denen Jacob und Wilhelm und ihr Malerbruder Ludwig Emil Grimm, die Geschwister Hassenpflug und andere Märchenträger wirkten. Zum anderen sollen Märchen und Sagenthemen, mit denen ein fantastischer Bezug zu einem Unternehmen oder einem Ort hergestellt werden kann, ausgewählt und gestaltet werden.

Derzeit organisiert die Grimm-Gesellschaft in der Praxis des Orthopäden Dr. Hubert Rühlmann an der Neuen Fahrt eine Ausstellung, die Bezüge zu den nahe liegenden Wohn- und Wirkungsorten der Grimms in Kassel herstellt und auch die Märchensammlung insgesamt würdigen soll. Die Ausstellung zeigt Bilder aus der Kasseler Zeit der Brüder. Einer der Wirkungsorte der Grimms war in der Fünffensterstraße, in unmittelbarer Nähe der Praxis. Die Ausstellung greift neben dem biografischen Aspekt auch das Verhältnis der Brüder Grimm zur literarischen Darstellung ihrer Märchen auf. Darüber hinaus sind Märchen-Illustrationen, unter anderem von Ludwig Emil Grimm, zu sehen. Etwa 45 Exponate sollen in den Praxisräumen präsentiert werden. Rühlmann, selbst Mitglied der Brüder-Grimm-Gesellschaft, hat bereits seit 1996 wechselnde Ausstellungen zu den Grimms in seiner Praxis. „Die Identifikation mit der Stadt und ihrer Geschichte ist mir wichtig“, sagt er. Derzeit zeigt der Orthopäde dort Lithografien zu Grimm-Märchen, die ihm das Brüder-Grimm-Museum zu Verfügung gestellt hat. (mkx)

Die Ausstellung der Brüder-Grimm-Gesellschaft in der Reihe „Grimm auf Tour“ ist ab heute, Montag, 2. Juli, in der Praxis von Dr. Hubert Rühlmann, Neue Fahrt 3, zu sehen.

Hintergrund

Von Mirko Konrad

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