"Kulturelles Kleinod"

Eröffnungstermin für Grimmwelt steht: Am 4. September geht es los

Die Grimmwelt nimmt Gestalt an: Während die mit Travertinstein verkleidete Fassade fast fertig ist, wird im Inneren des Ausstellungsgebäudes mit Hochdruck gearbeitet. Foto:  Fischer

Kassel. Der Eröffnungstermin für die Grimmwelt steht: Am Freitag, 4. September, soll das neue Ausstellungshaus auf dem Weinberg der Öffentlichkeit übergeben werden.

Das kündigte Oberbürgermeister Bertram Hilgen heute auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin an. Die Grimmwelt ist dem Leben, Schaffen und Wirken der Brüder Grimm gewidmet. „Wir sind stolz, dass es gelungen ist, das architektonisch und ausstellungstechnisch anspruchsvolle Haus dem Zeitplan entsprechend realisieren zu können. Wir sind ebenfalls stolz, dass wir mit der Grimmwelt bald ein weiteres kulturelles Kleinod mit großer Strahlkraft in Kassel haben werden“, sagte er.

Die Arbeiten gingen im Zeitplan weiterhin gut voran, sagt der Leiter des städtischen Hochbauamtes, Axel Jäger: „Wir hatten einen ehrgeizigen Terminplan.“ Dank eines guten Teams, das bisher sehr gut gearbeitet habe, aber auch eines milden Winters während der Rohbauphase sei das Projekt gut vorangekommen. So sei er weiterhin zuversichtlich, dass der Kostenrahmen von 20 Mio. Euro nicht überschritten werde. Acht Mio. Euro werden dabei als Zuschuss von der Europäischen Union und vom Land Hessen fließen.

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Die Fassade des weit sichtbaren treppenförmigen Gebäudes, das sich in den historischen Weinberggarten einfügt, ist bereits fast komplett mit einem Travertin-Stein verkleidet. Derzeit werden die Kalksteine aus der Nähe von Reutlingen auch auf der später frei zugänglichen Dachterasse und dem großzügigen Treppenaufgang verlegt. Jäger: „Diese Arbeiten sind zu 80 Prozent abgeschlossen.“

Vor allem beim Innenausbau werde derzeit mit Hochdruck gearbeitet. So sei der Bereich der Dauerausstellungsflächen in den beiden Untergeschossen bereits zum großen Teil baulich fertiggestellt. An vielen Stellen würden derzeit Terrazzoböden verlegt und geschliffen. Im Foyer und der Cafeteria, die übrigens auch ohne Eintrittskarte fürs Museum frei zugänglich sein wird, hat der Deckeneinbau begonnen.

Der große und sehr hohe Auftaktraum sei indes bereits fertig. „Es macht wirklich Spaß, hineinzugehen, denn man sieht, wie ein Raum nach dem anderen fertig wird“, freut sich Jäger über den Baufortschritt.

Demnächst werden die Flächen an die Ausstellungsbauer übergeben, sagt er. Die Mitarbeiter mehrerer Firmen werden dann die Ausstellungsbeleuchtung, Trennwände, Vitrinen, moderne Medientechnik und Objekte installieren.

In der vom renommierten Architekturbüro kadawittfeldarchitektur entworfenen Gebäude stehen 1200 Quadratmeter für Dauerausstellungen und 350 Quadratmeter für Sonderausstellungen zur Verfügung. Gerechnet wird mit jährlich 80 000 Besuchern.

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