Viele Erkrankungen auch beim Personal

Grippe sorgt für volle Krankenhäuser: Deutlicher Anstieg in Notaufnahmen

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Die Grippewelle hat Kassel fest im Griff: Die Notaufnahmen einiger Krankenhäuser konnten zeitweise keine neuen Patienten aufnehmen.

Kassel. Die Grippewelle sorgt in Kassel für volle Krankenhäuser. Einige Kliniken konnten sogar keine neuen Patienten vom Rettungsdienst mehr aufnehmen.

Die Grippewelle sorgt in Kassel für volle Krankenhäuser. Alle Notaufnahmen der Kliniken verzeichnen deutlich mehr Patienten. Einige Krankenhäuser, darunter das Diakonissen-Krankenhaus (heute Agaplesion Diakonie Kliniken DKK), konnten zeitweise vom Rettungsdienst keine neuen Patienten mehr aufnehmen und meldeten sich deshalb bei der Rettungsleitstelle ab. Wegen des erhöhten Patientenaufkommens seien teilweise alle elf Untersuchungsbetten der Notaufnahme in den Diakonie Kliniken belegt gewesen, heißt es.

Häufiger Grund für die Einweisung in die Klinik sind: Verdacht auf die Influenza, hohes Fieber, Verdacht auf Lungenentzündung oder Bronchitis. Allein in der Nacht zu Mittwoch seien neun Patienten mit diesen Symptomen aufgenommen worden. Die starke Erkrankungswelle hat auch beim Klinik-Personal der DKK zu „Engpässen“ geführt, heißt es.

Ähnlich ist die Lage im Klinikum: „In der Notaufnahme haben wir durch die Grippewelle besonders viel zu tun“, sagt der Leiter der Zentralen Notaufnahme Dr. Klaus Weber. Im Klinikum würden aber alle Patienten untersucht und behandelt. Je nach Belegung erfolge eine Verlegung des Patienten in ein anderes Krankenhaus. 

In der Region sind bereits mehrere Menschen an der Grippe gestorben, Kitas wurden geschlossen, auch Krankenhäuser im Schwalm-Eder-Kreis nehmen nur noch Notfälle auf. Eine Übersicht über die Grippewelle in der Region gibt es hier. Wie die Lage in Deutschland insgesamt ist, lesen Sie in diesem Artikel.

„Die Grippewelle hat auch im Elisabeth-Krankenhaus zu einem erhöhten Patientenaufkommen unter anderem in der Notaufnahme geführt“, sagt Dr. Uwe Behrmann, ärztlicher Direktor der Klinik. Da Grippepatienten in aller Regel isoliert würden, führe das dazu, dass etwa in einem Zwei-Bett-Zimmer nur ein Patient liegen kann. Bislang habe man aber noch niemanden abweisen müssen.

Auch im Roten Kreuz Krankenhaus ist die Zunahme vor allem in der Notaufnahme zu spüren. „Die Organisation ist schon belastet, aber mit notwendiger Umorganisation ist alles im Rahmen“, sagt der Ärztliche Leiter Prof. Ernst Magnus Noah. 

Wie Sie eine echt Grippe von den Symptomen einer starken Erkältung unterscheiden können, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. 

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